19. Oktober 2021

Teilhabe vor Ort verbessern

Um die Rechte von Menschen mit Behinderungen durchzusetzen, sind kommunale Behindertenbeauftragte unverzichtbar. Sie bieten nicht nur eine ortsnahe unabhängige Beratung, sondern engagieren sich auch in den kommunalpolitischen Gremien für mehr Teilhabe vor Ort.

Der VdK Hessen-Thüringen setzt sich schon lange auf vielen Ebenen für die flächendeckende Einsetzung von Behindertenbeauftragten in allen Gemeinden und Städten ein – unter anderem auch mit einem dieses Jahr gestarteten Aus- und Fortbildungsprogramm.

Seminar Kommunale Behindertenbeauftragte vom 11. bis 13. Oktober 2021 in Grünberg

<< 1/16 >>

  • Im Gesetz ist die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen festgeschrieben. Aber ohne Kommunale Behindertenbeauftragte, die sich vor Ort konkret für ihre Interessen einsetzen, bleibt Teilhabe nur ein Versprechen. Der VdK Hessen-Thüringen wirbt unter seinen Mitgliedern für dieses Amt und bietet auch entsprechende Schulungen an, so wie vom 11. bis 13. Oktober 2021 im hessischen Grünberg.
    Gruppe steht bzw. sitzt auf einer Treppe
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010045GAL1634299670.jpg?v=0
  • Kontaktaufnahme: Zum Kennenlernen sollten sich die Teilnehmer jeweils zu zweit gegenübesitzen und sich einander vorstellen. Einstieg in einen intensiven Austausch, wie hier bei Ronny Römer (links), Juniorenvertreter des Kreisverbands Nordthüringen, und Reinhold Henkel, Vorsitzender des Ortsverbands Hofbieber.
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010046GAL1634299956.jpg?v=1
  • Drei mal drei: Das Dozententrio führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kompetent durch das dreitägige Seminar. Landesvorstandsmitglied Hajo Prassel (links) hatte viele Jahre lang selbst das Amt des Kommunalen Behindertenbeauftragten in Bad Vilbel inne, so wie Jürgen Schenk in Limburg. Dr. Lucia Artner arbeitet im Landesverband als Referentin für Sozialpolitik und Inklusion.
    Eine Frau in der Mitte, flankiert von zwei Männern
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010047GAL1634300903.jpg?v=0
  • Die Aufgaben der Kommunalen Behindertenbeauftragten sind vielfältig. So sind sie einerseits Ansprechpartner vor Ort für Menschen mit Behinderungen und treten als Mittler zwischen ihnen und der Verwaltung auf. Außerdem setzen sie sich für den Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum ein.
    Arbeitsgruppe sitzt an langen Tischen
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010049GAL1634301356.jpg?v=0
  • Was bedeutet Teilhabe? Dazu haben die Seminarteilnehmer und -teilnehmerinnen ihre Ideen zusammengetragen. Das Schaubild zeigt, wie vielfältig Teilhabe ist und dass sie alle Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders betrifft.
    Tafel mit Karteikarten als Ideensammlung zum Thema Teilhabe
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010051GAL1634546224.jpg?v=1
  • Liselotte Körner bereicherte das Seminar mit ihren Erfahrungen als Behindertenbeauftragte in Mörfelden-Walldorf.
    Mehrere Menschen
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010079GAL1634723505.jpg?v=1
  • Die Stadt Michelstadt hat eine Satzung als Grundlage für die Tätigkeit eines Kommunalen Behindertenbeauftragten erlassen. Dieser Text war auch Thema in dem Seminar und wurde intensiv studiert.
    Ein Mann studiert Vertragstext
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010052GAL1634546456.jpg?v=0
  • Wie sehen die gesetzlichen Grundlagen für mehr Teilhabe in der Gesellschaft aus? Auch damit müssen sich Kommunale Behindertenbeauftragte auskennen.
    Blick über die Tischreihen im Seminarraum
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010053GAL1634548996.jpg?v=0
  • Welcher Fragen und Themen können in der Sprechstunde eines Kommunalen Behindertenbeauftragten aufkommen? Auch dazu wurden im Seminar Ideen und Hinweise gesammelt.
    Schaubild mit bunten Kärtchen auf einer Tafel
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010055GAL1634549487.jpg?v=1
  • "Wegweiser sein" - Menschen mit Behinderungen einen Weg aufzeigen, wie sie zu ihrem Recht kommen. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben für Kommunale Behindertenbeauftragte. In einzelnen Gruppen konnten die Seminarteilnehmenden am Beispiel eines konkreten Falls eine Beratungssituation simulieren. Beste Vorbereitung für die spätere Praxis.
    Eine Gruppe von Leuten sitzt zusammen an einem Tisch und spricht miteinander
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010054GAL1634549218.jpg?v=1
  • Hajo Prassel hat viele Jahre lang das Amt des Kommunalen Behindertenbeauftragten in der Quellenstadt Bad Vilbel nahe Frankfurt ausgeübt. In dieser Zeit wurde die Innenstadt neu gestaltet und bietet jetzt unter anderem barrierefreie Zugänge zu den zentralen Plätzen und zur beidseitigen Uferpromenade an der malerischen Nidda.
    Mann erklärt gestikulierend einen Sachverhalt
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010057GAL1634549793.jpg?v=1
  • Auch Jürgen Schenk hat in der Lahnstadt Limburg viel für Barrierefreiheit und Inklusion bewirkt. Innerhalb des VdK war das ehemalige Landesvorstandsmitglied wesentlich an der Entwicklung des Profils eines Kommunalen Behindertenbeauftragten beteiligt.
    Mann im hellblauen Hemd spricht zu den Seminarteilnehmern.
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010058GAL1634550013.jpg?v=1
  • Dr. Lucia Artner gehört dem VdK seit 2020 an. Als VdK-Referentin hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Inklusion in Freizeit und Kultur voranzubringen, damit Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben keine abstrakte Forderung bleibt, sondern im Alltag gelebt wird. Deshalb ist es auch so wichtig, die Inklusion in den Kommunen zu verwirklichen.
    Frau stehend erklärt Schaubild
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010059GAL1634550196.jpg?v=1
  • Raphael Zikesch (Mitte) ist ebenfalls seit 2020 Mitarbeiter der VdK-Landesgeschäftsstelle in Frankfurt und dort für die Kommunale Sozialpolitik zuständig. Am dritten und letzten Seminartag informierte er die Teilnehmenden darüber, in welche Gremien Kommunale Behindertenbeauftragte ihre Vorschläge und Konzepte für mehr Barrierefreiheit einbringen können und wer in Stadtverwaltung und Politik für sie die wichtigen Ansprechpartner sind.
    Dreiergruppe an einem Tisch im lebhaften Austausch
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010061GAL1634550969.jpg?v=1
  • Welche Wünsche und Erwartungen richten die Seminarteilnehmenden an ihre Umwelt, um sie zugänglicher für alle Menschen zu machen? Wie unterschiedlich die Vorstellungen dabei sind, zeigt dieses Schaubild. Die Vorschläge reichen von einem barrierefreien Gehweg zur Kirche über einen Gemeindebus als Fahrdienst für alle Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bis hin zu mehr Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen.
    Tafel mit Wünschen der Teilnehmenden
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010062GAL1634551276.jpg?v=1
  • Der VdK fordert, in jeder Kommune in Hessen und Thüringen einen Behindertenbeauftragten einzusetzen. Mit seinen spannenden Seminaren versucht der Verband daher, unter seinen vielen engagierten Ehrenamtlichen Interessenten für dieses ebenso wichtige wie anspruchsvolle Amt zu gewinnen.
    Gruppe an u-förmigem Tisch. Im Vordergrund deutet eine Person mit dem Kugelschreiber auf etwas hin.
    /sys/data/7/galerien/581/dim_1_00010064GAL1634551692.jpg?v=0

Schlagworte Behinderung | Behindertenbeauftragte | Teilhabe | Seminar

Eine Frau und zwei Männer
Um die Rechte von Menschen mit Behinderungen durchzusetzen, sind kommunale Behindertenbeauftragte unverzichtbar. Sie bieten nicht nur eine ortsnahe unabhängige Beratung, sondern engagieren sich auch in den kommunalpolitischen Gremien für mehr Teilhabe.
Mehrere Jugendliche mit und ohne Behinderung
Der VdK setzt sich dafür ein, dass alle Menschen eine chancengerechte Teilhabe am kulturellen Leben, an der Erholung, Freizeit und dem Sport haben können. Hier entstehen Räume der Begegnung die dabei helfen, Barrieren in den Köpfen abzubauen.

Mehrere Menschen
In Freizeit, Kultur und Sport herrscht enormer Nachholbedarf in Sachen Inklusion. Der VdK geht dieses Thema deshalb gezielt an und hat erste Pilotprojekte gestartet, um das Konzept zur Inklusion in Freizeit und Kultur umzusetzen.
Viele Bilder
Die VdK-Aktion „Pinsel Post“ hat schon viele Menschen erfreut. Zum Ende des Jahres 2021 rufen wir alle zum Mitmachen auf. Machen Sie zum Fest der Liebe einsamen Menschen eine Freude und wünschen Sie Ihnen alles Gute fürs neue Jahr!


Immer im Bild mit VdK-TV:

Kommunale Behindertenbeauftragte

Behindertenbeauftragte sind als Ansprechpartner vor Ort für Menschen mit Behinderungen direkt erreichbar und beraten sie bei allen Fragen zu ihrer rechtlichen und sozialen Situation. Sie treten als Mittler zwischen Menschen mit Behinderungen und der Verwaltung auf und kämpfen mit ihnen dafür, dass Barrieren aus dem öffentlichen Raum und dem Personennahverkehr entfernt werden.

Unsere Leistungen
Symbolfoto: Eine Statue der Justitia
Zu den Kernaufgaben des VdK Hessen-Thüringen gehört die Beratung und gerichtliche Vertretung der Mitglieder in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten – wenn es sein muss, auch vor dem Bundessozialgericht.
Regelmäßig machen wir mit groß angelegten Protestkampagnen auf die drängendsten sozialpolitischen Probleme aufmerksam.
Unsere Leistungen
Wir unterstützen Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen, Inklusionsbeauftragte sowie Betriebs- und Personalräte bei ihrer täglichen Arbeit - und damit die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt.
Eine Frau im Rollstuhl
Mit unserem Projekt „Inklusion und Teilhabemanagement im Ehrenamt“ möchten wir erreichen, dass sich mehr Menschen mit und ohne Behinderungen im Ehrenamt engagieren.
Plakat zu Käpt'n Kork
Mit einer Geschichte um einen ausgebüxten Papagei für Barrierefreiheit werben – das funktioniert perfekt. Die Aktionen der VdK-Junioren rund um das Kinderbuch „Käpt’n Kork fliegt davon“ ziehen alle in den Bann.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.