Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

Landeskonferenz für Menschen mit Behinderungen

„Arbeit 4.0 – Eine Chance für Menschen mit Behinderungen?“ Bei der diesjährigen VdK-Fachtagung des "Behindertenparlaments" ging es um die Herausforderungen der zunehmen- den Digitalisierung in der Arbeitswelt.

Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter, Vertreter aus der Politik sowie Repräsentanten der Sozialverwaltungen und Verbände waren nach Wiesbaden gekommen, um die beruflichen Auswirkungen der sogenannten 4. industriellen Revolution für Menschen mit Behinderungen auszuloten. Sie wurden vom Landesvorsitzenden Paul Weimann herzlich begrüßt, der die Position des VdK klar skizzierte: „Wir stellen uns den Herausforderungen und setzen uns für eine moderne Arbeitswelt ein, in deren Mittelpunkt die Menschen stehen“, sagte Weimann.

Er dankte den anwesenden Schwerbehindertenvertretern für ihre wertvolle Arbeit. Um ihnen künftig eine noch umfassendere Unterstützung anbieten zu können, werde der VdK seine Betriebsarbeit verstärken, kündigte der Landesvorsitzende an.

Landeskonferenz für Menschen mit Behinderungen in Wiesbaden, 1. November 2019

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  • Herzlich willkommen: Im Plenarsaal des Hessischen Landtags begrüßte der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann mehr als 200 Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter sowie Gäste aus Politik, Sozialverwaltungen und Verbänden.
    Ein Mann
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  • Klare Position: Durch Arbeit 4.0 gingen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren, andere kämen hinzu, sagte Paul Weimann. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales rechne damit, dass bis 2035 rund 3,3 Millionen neue Arbeitsplätze entstünden – und vier Millionen gleichzeitig verschwänden. "Dieser Situation stellen wir uns. Der VdK setzt sich für eine moderne Arbeitswelt ein, in deren Mittelpunkt die Menschen stehen. Bei Umstrukturierungen müssen Arbeitgeber die Bedürfnisse von Mitarbeitern mit Einschränkungen von Anfang an berücksichtigen", betonte der Landesvorsitzende.
    Viele Menschen
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  • Großes Lob: Karin Müller, Vizepräsidentin des Hessischen Landtags, dankte dem VdK für seinen Einsatz für demokratische Werte. Angesichts der Anforderungen von "Arbeit 4.0" sähe sie in der Bündelung von Beratungsangeboten eine mögliche Chance für Menschen mit Behinderungen, sagte die Politikerin.
    eine Frau
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  • Unter den Konferenzteilnehmern waren auch zahlreiche Ehrenamtliche des VdK Hessen-Thüringen: In der vorderen Sitzreihe hatten sich (von links nach rechts) Franz Staffel, Ehrenvorsitzender des Bezirksverbands Wiesbaden, die Vorstandsmitglieder Christa Hof, Joachim Neumann und Corina Gondrom sowie die stellvertretende Landesvorsitzende Hiltrud Korb und Vorstandsmitglied Gabriele Heinebrodt niedergelassen. In der Reihe dahinter hatte Vorstandsmitglied Hartmut Maier (Dritter von rechts) Platz genommen.
    mehrere Frauen und Männer
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  • Paul Weimann freute sich, auch in diesem Jahr eine ausgewiesene Expertenrunde vorstellen zu dürfen (vordere Reihe, von links nach rechts): Dorothee Czennia, Referentin der Abteilung Sozialpolitik des VdK Deutschland, Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Lorena von Gordon, Referentin im Ressort der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Moderatorin Waia Stavrianos vom Hessischen Rundfunk sowie Kathrin Völker, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen und Dr. Franz X. Wallner, Fachanwalt für Arbeitsrecht.
    Mehrere Frauen und Männer
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  • Was bedeutet „Arbeit 4.0“ überhaupt? Dr. Franz X. Wallner, Fachanwalt für Arbeitsrecht, erläuterte, dass in der Arbeitswelt der Zukunft Maschinen und Werkstoffe untereinander kommunizierten, um sich selbstständig zu organisieren. In der Folge fielen mechanische Tätigkeiten weg, zugleich würden mehr Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich sowie in Entwicklung und Vertrieb gebraucht. Von der Entwicklung profitieren könnten Menschen mit Mobilitätseinschränkungen – durch geringere körperliche Belastung, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, ortsungebunden zu arbeiten. Negative Folgen befürchtet der Experte für Menschen mit geistigen Behinderungen: Sie erledigten derzeit einfache Tätigkeiten günstiger als Maschinen. Durch den technologischen Fortschritt werde sich dies ändern, dann könne es sich lohnen, auch kleine Teile maschinell zu fertigen.
    ein Mann
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  • Hoher Besuch aus Berlin: Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, betonte, ein gutes Betriebsklima allein helfe Menschen mit Beeinträchtigungen nur bedingt. Er sieht Politik und Gesetzgeber in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Rechte behinderter Arbeitnehmer auch durchsetzbar werden. Dusel sprach sich für eine steuerrechtliche Belohnung für Betriebe aus, die Inklusion vorbildlich vorantreiben.
    ein Mann
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  • Der gute Wille der Arbeitgeber reicht nicht aus: „Um die Herausforderungen von Arbeit 4.0 zu meistern, muss die Politik entsprechende gesetzliche Regelungen erlassen“, forderte Dorothee Czennia, die sozialpolitische Expertin des VdK Deutschland. Notwendig sei außerdem, Menschen mit Behinderungen und ihren Vertretern den gesetzlichen Anspruch zuzusichern, das neue Arbeitsleben mitzugestalten.
    eine Frau
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  • Veranstaltung ohne Hindernisse: Zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen wechselten sich dabei ab, alle Beiträge für Teilnehmer mit eingeschränktem Hörvermögen wiederzugeben.
    mehrere Frauen
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  • „Auf dieser spannenden Reise darf niemand verloren gehen“: Sie sei überzeugt, dass die Digitalisierung für Menschen mit Einschränkungen zahlreiche Chancen biete, sagte Lorena von Gordon, Referentin im Bereich der Ministerien für Digitale Strategie und Entwicklung.
    eine Frau
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  • Die Persönlichkeit im Ganzen fördern: Katrin Völker, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, hob hervor, dass moderne Assistenzsysteme mehr Teilhabe an allen Bereichen des Lebens ermöglichten, etwa bei der beruflichen Bildung.
    eine Frau
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  • Aufmerksames Publikum: Mit großem Interesse folgten die Zuhörer den Argumenten der Podiumsgäste. Ihr Fazit: Der Einsatz neuester Technologien in der Arbeitswelt eröffnet Menschen mit Behinderungen mehr Möglichkeiten der beruflichen Teilhabe. Um diese umzusetzen, ist jedoch viel Arbeit erforderlich.
    Mehrere Frauen und Männer
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  • Mikro frei für die Konferenzteilnehmer: In der sich an die Debatte anschließenden Fragerunde ging es zum Beispiel um die Besetzung von Jobs mit Arbeitnehmern mit Behinderungen. Petra Barz von der Landesbank Hessen-Thüringen berichtete etwa, in der Praxis sei es nicht einfach, passende Bewerber mit Einschränkungen für zunehmend mit speziellen Anforderungen versehene Arbeitsstellen zu finden.
    eine Frau
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Kampagnenmotiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe


Weg mit den Barrieren!
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VdK-TV: Erwerbsminderungsrente - eine Rente, die in die Armut führt?

Etwa 1,78 Millionen Menschen in Deutschland bekommen eine Erwerbsminderungsrente, Tendenz steigend. Der Beitrag gibt einen Überblick zum Thema und zeigt, wo der VdK Handlungsbedarf sieht.



Was heißt VdK?

Die Abkürzung VdK leitet sich ab aus dem Gründungsnamen des Verbands in Hessen: "Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen".

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Als „Sozialanwalt“ seiner Mitglieder und aller benachteiligten Menschen kämpft der VdK für soziale Gerechtigkeit und den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme.
Symbolfoto: Eine Frau im Büro telefoniert
Der VdK informiert und unterstützt seine Mitglieder in allen Fragen rund um Gesundheit, Behinderung, Pflege und Rente – qualifizierter Sozialrechtsschutz inklusive.
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Getreu dem Motto „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch“ betreuen rund 13.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die VdK-Mitglieder vor Ort.
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Kinder und Erwachsene stehen auf einer Rollstuhl-Hebebühne eine Busses.
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