Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

Equal Pay Day 2019

Beim internationalen Aktionstag für Entgeltgerechtigkeit macht auch der VdK wieder mit: Für den 18. März 2019 sowie das Wochenende zuvor haben Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vielfältige Aktivitäten geplant.

Die Aktionen der VdK-Frauen zum Equal Pay Day 2017 und 2018 waren ein voller Erfolg: Mit Infoständen und Flugblättern haben Ehrenamtliche in Hessen und Thüringen auf die Lohnungerechtigkeit im Lande aufmerksam gemacht. 2019 werden die VdK-Frauen Protestaktionen vom 16. bis 18. März in vielen Städten und Gemeinden beider Bundesländer starten. Die Planungen dazu sind schon angelaufen. Im kommenden Jahr wird es zudem eine neue Variante der beliebten signalroten Taschen geben: Turnbeutel, die auf dem Rücken getragen werden können.

Arbeit von Frauen und Männern gleich bewerten

Das Motto des Equal Pay Days 2019 lautet "WERTSACHE Arbeit", im Zentrum steht dabei die Aufklärung über den Wert und die Bewertung von weiblicher und männlicher Erwerbsarbeit, mit dem Fazit: Lohngerechtigkeit ist nur dann möglich, wenn bei der Bewertung der Arbeit die gleichen Maßstäbe für beide Geschlechter angesetzt werden.

Um Lohnungleichheit zu beseitigen, fordert der VdK Hessen-Thüringen seit Jahren eine gesetzliche Regelung, die die Diskriminierung bei der Bezahlung stoppt. Das bestehende "Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen", das sogenannte Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit, sieht der VdK als ersten Schritt hin zu mehr Transparenz im Arbeitsleben an, aber auch weiteren Handlungsbedarf. Unsere Forderungen im einzelnen sind:

  • Schaffung eines gesetzlichen Anspruchs auf Gehaltsanpassung
  • Auskunftsausspruch unabhängig von der Betriebsgröße
  • Betriebe müssen zur Überprüfung ihrer Gehaltsstrukturen nicht nur aufgefordert, sondern verpflichtet werden

Die wichtigsten Voraussetzungen, um Lohngerechtigkeit durchzusetzen, sind aus Sicht des VdK ...

  • die Einführung gesetzlicher Regelung zur Beseitigung von Lohndiskriminierung in den Betrieben,
  • tarifgebundene Arbeitsverträge,
  • die Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns und Anhebung der Lohnuntergrenze auf mindestens 12 Euro pro Stunde,
  • die Ausweitung des Rechtsanspruchs auf Rückkehr aus einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung auch auf Kleinbetriebe, die weniger als 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen,
  • die soziale Absicherung aller Beschäftigungsverhältnisse und eine entsprechende Anpassungen der Regelungen zu Minijobs sowie
  • die Wiedereinführung der sogenannten Rente nach Mindesteinkommen, um bei langjährig Versicherten die Zeiten von Niedriglohnbeschäftigungen rentenrechtlich aufzuwerten.

Stichtag markiert unentgeltliche Arbeit von Frauen

Ins Leben gerufen wurde der Equal Pay Day 1966 in den USA als internationaler Aktionstag für Entgeltgleichheit. Dieser findet immer an dem Tag statt, bis zu dem Frauen rechnerisch unentgeltlich arbeiten. 2017 lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen in Deutschland 21 Prozent unter dem von Männern. Rechnet man die Differenz in Tage um, arbeiten Frauen aktuell 77 Tage umsonst. Der Equal Pay Day findet entsprechend 2019 – wie schon im Jahr 2018 – am 18. März statt.

Mehr Informationen zur Planung bundesweiter Aktionen finden Sie hier: http://www.equalpayday.de/nc/aktionslandkarte/filter

Stabsstelle Sozialpolitik
Lea Lehn
Gärtnerweg 3
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069 714002-68
Telefax: 069 714002-22
E-Mail: sozialpolitik.ht@vdk.de

Landesfrauenvertreterin im VdK:
Ursula König-Schneyer
Telefon: 0152 21388671
E-Mail: ursula.koenig-schneyer@vdk.de


Bei der Landesfrauenkonferenz des VdK Hessen-Thüringen 2018 in Grünberg forderten die Delegierten Reformen am Arbeitsmarkt, um Frauen mit Einschränkungen im Beruf besser zu unterstützen, und verabschiedeten eine entsprechende Resolution.
Beim internationalen Aktionstag für Entgeltgerechtigkeit macht auch der VdK wieder mit: Für den 18. März 2019 sowie das Wochenende zuvor haben Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vielfältige Aktivitäten geplant.

Zum Herunterladen:


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