Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

Gut informiert mehr erreichen!

Wertvolle Grundlage für die Arbeit in den Betrieben: Rund 500 Vertreter schwerbehinderter Arbeitnehmer kamen zu den Frühjahrstagungen des VdK und seiner Partner nach Großen-lüder, Jena, Erfurt, Frankenberg und Obertshausen.

Vertreter schwerbehinderter Arbeitnehmer, die ihre Kolleginnen und Kollegen im Betrieb gut unterstützen möchten, brauchen für ihre Arbeit aktuelle Informationen. Diese können bei den regelmäßigen Fortbildungen, die der VdK gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen, anbietet, erworben werden.

Die Resonanz auf die fünf Frühjahrstagungen von VdK, Landeswohlfahrtsverband Hessen und Landesverwaltungsamt Thüringen war entsprechend groß: Insgesamt nahmen rund 500 Vertreter schwerbehinderter Arbeitnehmer daran teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen die Themen „Prävention statt Kündigung“ und „Das Kündigungsverfahren nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) IX“.

Schutz vor Kündigung

Die Leiterin der Abteilung Recht und Beratung des VdK Hessen-Thüringen, Claudia Koeppen-Rokstein, freute sich über das starke Interesse an den Tagungen. „Neben mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist der Erhalt bereits vorhandener Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen sehr wichtig“, sagte Claudia Koeppen-Rokstein. „Deshalb haben wir in diesem Jahr über den besonderen Kündigungsschutz informiert, den das SGB IX schwerbehinderten Menschen bietet.“ Dieses schreibt vor, dass das Integrationsamt in der Regel der Entlassung eines schwerbehinderten Mitarbeiters zustimmen muss – sonst ist diese unwirksam.

Marco Gerlach vom Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbands erläuterte die Möglichkeiten, die ein Präventionsverfahren bietet. Treten Schwierigkeiten auf, die den Arbeitsplatz gefährden, wird versucht, im Gespräch zwischen den Verantwortlichen im Betrieb und dem Integrationsamt eine Lösung zu finden, um die Kündigung abzuwenden. „Durch Prävention können 90 Prozent der Kündigungen abgewendet werden“, so der Fachmann.

Vorgestellt wurde außerdem das neue Angebot der Deutschen Rentenversicherung für Berufstätige, die durch gesundheitliche Beschwerden Schwierigkeiten am Arbeitsplatz haben. Diese Programme helfen Betroffenen, gesundheitliche Probleme aktiv anzugehen und ihren Arbeitsalltag besser zu bewältigen. Ziel ist es, die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu stärken, krankheitsbedingte Ausfälle zu reduzieren und die Leistungsfähigkeit zu erhalten.

SBV-Wahlen im Herbst

Zu allen Tagungen gehörten wie gewohnt Infobörsen. Dort waren die Sozialjuristen des VdK sehr gefragte Gesprächspartner in Fragen des Schwerbehindertenrechts. Für Auskünfte zu vielfältigen weiteren Anliegen standen die Experten der Agentur für Arbeit, der Integrationsämter und -fachdienste sowie die Fachleute der Versorgungsämter zur Verfügung.

Informationen zu den im Herbst anstehenden Wahlen der Vertrauenspersonen schwerbehinderter Menschen und ihrer Stellvertreter hielt ein spezieller Informationsstand der Integrationsämter bereit: Ab Oktober finden diese sogenannten SBV-Wahlen wieder deutschlandweit statt. Doch wer ist wahlberechtigt beziehungsweise darf sich zur Wahl stellen, wie genau muss eine SBV-Wahl ablaufen? Diese und andere Fragen der Tagungsteilnehmer ließen sich fachkundig klären.

Der VdK weist seit Jahren darauf hin, dass Menschen mit Behinderungen oft über eine hohe Qualifikation verfügen und die Gesellschaft gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel auf ihr Potenzial nicht verzichten kann. Der Verband fordert, dass Unternehmen, die eine Ausgleichsabgabe zahlen, anstatt Menschen mit Behinderungen eine Chance zu geben, stärker in die Pflicht genommen, aber auch besser unterstützt werden.

Wir sind die soziale Bewegung – Der VdK wird 70

Der Sozialverband VdK Deutschland hat im Berliner e-werk seinen 70. Geburtstag gefeiert. Der zentrale Begriff an diesem Abend hieß: Soziale Gerechtigkeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Hauptgast des Abends, zeigte sich sichtlich beeindruckt von der VdK-Erfolgsgeschichte: „2 Millionen Mitglieder – das ist schon ein Faktor“, stellte sie in ihrem Grußwort fest. Ehrenpräsidentin Ulrike Mascher erhielt die Ehrennadel des Verbandes und die neue VdK-Chefin Verena Bentele erklärte: „Die Arbeit des VdK – das weiß ich heute – wird auch in den nächsten Jahrzehnten gebraucht!“ Sehen Sie unsere Zusammenfassung der VdK-Geburtstagsfeier.


Was heißt VdK?

Die Abkürzung VdK leitet sich ab aus dem Gründungsnamen des Verbands in Hessen: "Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen".

Leitbild
Um unser Leitbild an die aktuelle gesellschaftliche Situation anzupassen, hat der Landesvorstand ergänzend eine Resolution verabschiedet.
Angebot
Menschen stehen vor einem Wegweiser mit Richtungspfeilen.
Unser Angebot reicht von der Sozialberatung über die Unterstützung schwerbehinderter Arbeitnehmer bis zu Reisen für Senioren und Menschen mit Behinderung.
Satzung
Logo des Landesverbandstages 2019
Der VdK ist parteipolitisch, religiös und weltanschaulich unabhängig. In unserer Satzung haben wir festgelegt, was uns sonst noch alles wichtig ist.
Mitgliedschaft
Symbolfoto: Viele blaue Spielfigürchen bilden einen Kreis
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