Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

Der VdK zu Gast beim MDR

Barrierefreies Fernsehen im Fokus: In Leipzig trafen sich Verantwortliche des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mit Vertretern von Blinden-, Sehbehinderten- und Gehörlosenverbänden aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Behindertenbeauftragten der drei mitteldeutschen Landesregierungen zum Austausch. Für den VdK Hessen-Thüringen nahmen der stellvertretende Landesvorsitzende Gottfried Schugens und Mathias Mollenhauer, Geschäftsführer Thüringen, daran teil.

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille betonte, dass der Sender 2017 seine barrierefreien Angebote entscheidend ergänzen und verbessern konnte. Für die ARD betreut der MDR etwa umfänglich barrierefrei die tägliche Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen und den Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang. „Wir begrüßen, dass bei der Programmplanung des MDR das Thema ‚Menschen mit Behinderungen‘ eine wichtige Rolle einnimmt“, sagte Gottfried Schugens.

Als MDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende begrüßte Prof. Dr. Karola Wille die Gäste des Treffens in Leipzig. | © MDR/Axel Berger

Untertitel für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen

Im Durchschnitt sendet der MDR 89 Prozent seines Programms – etwas mehr als 21 Stunden – mit Untertitelung. Vor fünf Jahren waren es knapp acht Stunden. Untertitelt werden unter anderem Schwerpunkte wie Sendungen zu Wahlen sowie alle Zulieferungen für die ARD. Auch die sogenannten online-first-Angebote – Sendungen, die schon vor der Ausstrahlung in der MDR-Mediathek verfügbar sind – haben Untertitel.

Übertragung in Gebärdensprache

Zudem werden knapp sechs Prozent des MDR-Programms in Gebärdensprache übertragen. Seit 2017 gehören drei tägliche nachrichtliche Sendungen dazu. In Gebärdensprache übersetzt werden außerdem die oben genannten Programmschwerpunkte. Das vom MDR verantwortete Politmagazin "Fakt" ist nach der Ausstrahlung in der Mediathek mit Gebärdensprache verfügbar.

Aufmerksam verfolgten der stellvertretende Landesvorsitzende Gottfried Schugens (2.v.r.) und der Geschäftsführer Thüringen Mathias Mollenhauer (r.) den von einer Gebärdendolmetscherin begleiteten Austausch. | © MDR/Axel Berger

Fernsehen hören statt sehen

Des Weiteren sendet der MDR im Schnitt mehr als 2,5 Stunden am Tag mit Audiodeskription – einer Hörbeschreibung für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Das entspricht etwa zwölf Prozent des täglichen Fernsehprogramms, und der Anteil soll steigen. Entsprechend ausgestrahlt werden zum Beispiel Familien- und Vorabendserien sowie die großen mehrstündigen MDR-Shows in der ARD. Seit November stehen auch einige MDR-Reportagen mit dem zusätzlichen Service zur Verfügung. Soweit rechtlich möglich, werden alle Sendungen mit Audiodeskription in der Mediathek für Computer sowie mobile Endgeräte bereitgehalten.

Darüber hinaus bietet der MDR auf seiner Website die wichtigsten Nachrichten aus dem Sendegebiet in „Leichter Sprache“ an. Die Vorlesefunktion hilft Menschen mit Defiziten beim Lesen und Schreiben sowie Nutzern mit geringen deutschen Sprachkenntnissen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen.

Mehr Informationen zum Thema Fernsehen und Barrierefreiheit finden Sie im Internet unter www.mdr.de/barrierefreiheit.

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