Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

Hochrangig besetzte Podiumsdiskussionen des VdK

Beim diesjährigen Hessentag in Rüsselsheim veranstaltete der VdK Hessen-Thüringen erstmals Podiumsdiskussionen mit namhaften Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden.

In Halle 1 der Landesausstellung diskutierten am 12. Juni namhafte Vertreter der etablierten Parteien zum Schwerpunkt „Soziale Spaltung stoppen!“. In der zweiten Debatte des Tages ging es um „Barrierefreie (T-)Räume – Wohnen ohne Hindernisse“. Das Thema Lohngerechtigkeit beleuchtete das Gespräch am 13. Juni unter dem Titel „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Warum werden Frauen schlechter bezahlt?“. Der Frage „Funktioniert die Pflegereform?“ ging der Diskurs am 14. Juni auf den Grund.

Podiumsdiskussion "Soziale Spaltung stoppen!"

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  • Die Wirtschaft im Lande blüht, zugleich werden jedoch immer mehr Menschen vom Wohlstand abgehängt: Zum Einstieg in die Podiumsdiskussion des VdK zum Thema "Soziale Spaltung stoppen!" sprach Britta Lohmann, Moderatorin des Hessischen Rundfunks, mit dem neuen Landesvorsitzenden Paul Weimann.
    eine Frau und ein Mann
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  • Für Menschen mit geringem Einkommen ist das Risiko, im Alter arm zu sein, besonders hoch: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt plädierte deshalb für eine Absicherung von Geringverdienern durch eine Mindestrente. Philipp Stielow (2.v.r.), Leiter der Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des VdK Hessen-Thüringen, moderierte die Diskussionsrunde.
    ein Mann und eine Frau
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  • Wiedereinführung der Vermögensteuer für eine bessere Verteilung des Reichtums in der Bundesrepublik: Dafür sprach sich Dr. Achim Kessler (r.), Pressesprecher des Landesverbands Hessen der Partei Die Linke, aus.
    Eine Frau und ein Mann
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  • Chancengerechtigkeit in der Bildung ist im Hinblick auf soziale Gleichheit unumgänglich: René Rock (l.), FDP-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag, verlangte daher gezielte Fördermaßnahmen für benachteiligte Kinder und Jugendliche.
    Zwei Männer und eine Frau
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  • Kein Grund zur Sorge? Prof. Dr. Helge Braun, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, verwies auf die aus seiner Sicht derzeit positive Situation in Deutschland. Er könne sich aber Nachbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente vorstellen, räumte er ein.
    ein Mann
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  • Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn schätzte die Situation im Lande anders ein: Das Problem der Altersarmut sei schon heute für viele Bürgerinnen und Bürger bedrückend, sagte der Sprecher für Sozialpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.
    zwei Männer
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  • Freunde und Mitglieder des VdK verfolgten gespannt die Ausführungen der Politiker auf dem Podium.
    Mehrere Männer und eine Frau
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Podiumsdiskussion "Barrierefreie (T-)Räume – Wohnen ohne Hindernisse"

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  • Barrierefreiheit geht alle an: Melanie Ludwig, Leiterin der Fachstelle für Barrierefreiheit des VdK Hessen-Thüringen, und Bernd Koop, VdK-Bezirksbeauftragter für Barrierefreiheit, tauschten sich mit Caroline Günther von der Frankfurt University of Applied Sciences zu diesem wichtigen Thema aus. Die Professorin für Barrierefreies Planen und Bauen beleuchtete die wissenschaftlichen Aspekte barrierefreier Wohnraumgestaltung.
    Zwei Frauen und ein Mann
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  • Fachkundige Ansprechpartnerin zum Thema Barrierefreiheit für VdK-Mitglieder in Hessen und Thüringen: Fachstellenleiterin Melanie Ludwig moderierte die äußerst informative Debatte.
    eine Frau
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  • Das Thema Barrierefreiheit in den Köpfen zu verankern, sei von enormer Bedeutung, betonte der Koordinator für Wohnen und Mobilität im Lenkungskreis Demografie der Metropolregion Rhein-Neckar, Nikolaus Teves. Würden beispielsweise schon vor dem Start einer Baumaßnahme mögliche Hindernisse identifiziert, könnten zusätzliche Kosten für einen späteren barrierefreien Umbau vermieden werden.
    ein Mann
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  • Bernd Koop berichtete aus seiner Praxis als VdK-Fachkraft für Barrierefreiheit: Die größten Herausforderungen für barrierefreies Wohnen bilden demnach Hindernisse in Zugangsbereichen und Bädern sowie Treppen.
    ein Mann
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  • Expertin Caroline Günther betonte, dass nur eine barrierefreie Gestaltung von Wohnungen und auch Stadtvierteln es den Menschen ermöglichen könne, im Alter weiter im gewohnten Umfeld zu leben.
    eine Frau
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  • Besuch aus dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung: Brigitte Schneider, im Ministerium unter anderem zuständig für barrierefreies Bauen, hob hervor, bei der anstehenden Novellierung der Hessischen Bauordnung liege der Landesregierung die Barrierefreiheit sehr am Herzen.
    eine Frau
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  • Umfassende Informationen, gebündelte Fachkompetenz: Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte das Publikum die angeregte Debatte auf dem VdK-Podium.
    Viele Menschen
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Podiumsdiskussion "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

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  • Warum werden Frauen im Beruf schlechter bezahlt als Männer in vergleichbarer Position? Dieser Frage gingen (von links) Peter-Martin Cox von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Petra Boberg, Moderatorin des Hessischen Rundfunks, Dirk Widuch vom Unternehmerverband Südhessen, VdK-Landesfrauenvertreterin Ursula König-Schneyer und Bettina Schilling vom Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit auf den Grund.
    Mehrere Frauen und Männer
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  • "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" (von links): Die gesamte Diskussionsrunde präsentierte die signalroten Taschen mit dem Motto des Equal Pay Day 2017. Zu dem internationalen Aktionstag waren im Mai VdK-Frauen an 40 Orten an die Öffentlichkeit gegangen, um auf die Lohnungerechtigkeit in Deutschland aufmerksam zu machen. Die Taschen bildeten dabei den zentralen Blickfang der Aktionen und standen symbolisch für die roten Zahlen im Geldbeutel der schlechter bezahlten Frauen.
    Mehrere Frauen und Männer
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  • Landesfrauenvertreterin Ursula König-Schneyer wies darauf hin, dass Männer nicht in sogenannten Frauenberufen arbeiteten, weil ihr Verdienst dann nicht genüge, um eine Familie zu ernähren. Auch eine ausreichende Altersversorgung könne so nicht erzielt werden. „Wer heute 1700 Euro brutto verdient, erhält später eine Rente weit unter Grundsicherungsniveau“, sagte sie.
    eine Frau
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  • Mehr Geld für gesellschaftlich wichtige Tätigkeiten: „Was spricht dagegen, die sozialen Berufe aufzuwerten – auch finanziell?“, gab Bettina Schilling vom Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit zu bedenken.
    eine Frau
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  • Kritik an dem 2017 in Kraft getretenen Entgelttransparenzgesetz, das dazu beitragen soll, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu beseitigen, äußerte Dirk Widuch vom Unternehmerverband Südhessen. Er wies darauf hin, dass viele Frauen von dieser Regelung nicht profitierten, da sie in Kleinbetrieben arbeiteten.
    ein Mann
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  • Fehlende Kinderbetreuung bremst die Karriere vieler Frauen aus: "Zur Beseitigung der Teilzeitfalle gehört auch der Ausbau der sozialen Infrastruktur, beispielsweise von Kindergärten und weiteren Betreuungsangeboten", sagte Peter-Martin Cox von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.
    ein Mann und eine Frau
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  • Nicht nur auf dem Podium wurde über Lohnungleichheit debattiert: Auch im Publikum tauschten sich Zuhörer rege über ihre persönlichen Erfahrungen mit ungerechter Entlohnung aus.
    viele Menschen
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Podiumsdiskussion "Funktioniert die Pflege?"

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  • Zum 1. Januar ist die Pflegereform in Kraft getreten. Was bedeutet das in der Praxis, wo gibt es noch Lücken? Dieses Thema bot (von links) Ingo Lücke, Moderator des Hessischen Rundfunks, Torsten Frisch vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Hessen, Robert Ringer von der AOK Hessen, Ilka Werner, einer pflegenden Angehörigen, Bernd Trost, Hausleiter eines Seniorenpflegeheims in Frankfurt, und VdK-Landesvorstandsmitglied Dr. Daniela Sommer viel Diskussionsstoff.
    Mehrere Männer und eine Frau
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  • Dr. Daniela Sommer betonte, mit den Neuerungen im Pflegesektor sei man auf einem guten Weg. Unbedingt nachgebessert werden müsste jedoch bei den Rentenleistungen für pflegende Angehörige. Außerdem müsse das Image der Pflege dringend aufgewertet werden.
    eine Frau und ein Mann
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  • Kräftezehrendes Engagement: Vom anstrengenden Alltag einer pflegenden Angehörigen berichtete Ilka Werner. Sie riet vor allem davon ab, an Demenz erkrankte Familienmitglieder selbst zu pflegen.
    eine Frau und zwei Männer
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  • Das Thema Pflege wird künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen: Die demografische Entwicklung bringe immer mehr Pflegebedürftige hervor, sagte Robert Ringer, Vertreter der AOK Hessen.
    ein Mann
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  • Den Menschen in den Fokus stellen: Er sei gespannt auf die Auswirkungen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, sagte Pflegeheimleiter Bernd Trost. "Aber die Menschen, die am 31. Dezember 2016 bei uns im Heim waren, sind dieselben, die auch am 1. Januar 2017 bei uns lebten – nur mit Pflegegraden."
    ein Mann
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  • Vorsichtige Einschätzung: Torsten Frisch vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Hessen erklärte, das neue Begutachtungssystem müsse zunächst richtig in Gang kommen. Erst dann könne man über mögliche Anpassungen sprechen.
    ein Mann
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  • Auch das Publikum kam zu Wort: Im Anschluss an die Debatte nutzten die Zuhörer die Chance, Fragen an die Expertenrunde zu richten und ihre persönlichen Erfahrungen mit der Pflege zu teilen.
    Eine Frau und ein Mann
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  • Service der Krankenversicherer verbesserungswürdig: Sie habe mehrere Tage lang erfolglos versucht, telefonisch Kontakt zu ihrer Krankenkasse aufzunehmen, kritisierte eine Zuhörerin.
    Mehrere Frauen und Männer
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Kampagnenmotiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe


Weg mit den Barrieren!
Jetzt die VdK-Kampagne für ein barrierefreies Deutschland unterstützen.
www.weg-mit-den-barrieren.de


VdK-TV: Von Pflegestufen zu Pflegegraden – was ändert sich ab 2017?

VdK-Pflegeexperte Olaf Christen erklärt, wie sich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff vom alten unterscheidet.



Was heißt VdK?

Die Abkürzung VdK leitet sich ab aus dem Gründungsnamen des Verbands in Hessen: "Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen".

Symbolfoto: Viele Hände bilden gemeinsam einen Kreis
Als „Sozialanwalt“ seiner Mitglieder und aller benachteiligten Menschen kämpft der VdK für soziale Gerechtigkeit und den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme.
Symbolfoto: Eine Frau im Büro telefoniert
Der VdK informiert und unterstützt seine Mitglieder in allen Fragen rund um Gesundheit, Behinderung, Pflege und Rente – qualifizierter Sozialrechtsschutz inklusive.
Symbolfoto: Gruppenbild von Senioren beim Wandern
Getreu dem Motto „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch“ betreuen rund 13.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die VdK-Mitglieder vor Ort.
Drei Frauen
Seit jeher prägen Frauen die Arbeit des VdK – sowohl in der praktischen Arbeit vor Ort als auch wenn sozialpolitische Forderungen aus frauenspezifischer Sicht eingebracht werden.
Kinder und Erwachsene stehen auf einer Rollstuhl-Hebebühne eine Busses.
Mit außergewöhnlichen Aktionen, gezielten Projekten und informativen Veranstaltungen bringen wir unsere Ideen und Forderungen in die Öffentlichkeit.