Hessischer Landessozialbericht und weitere Erfolge

In den letzten Jahren hat der VdK viele weitere sozialpolitische Erfolge feiern können. Zu nennen sind hier zum Beispiel der Hessische Landessozialbericht, die Barrierefreiheit, das Blindengeld und die EhrenamtsCard.

Hessische Landessozialberichte

Im Mai 2012 hat die Hessische Landesregierung den ersten, im November 2017 den zweiten Landessozialbericht vorgelegt und damit eine jahrelange Forderung des VdK erfüllt. Die Berichte enthalten relevante Daten über die Lebensumstände der hessischen Bevölkerung. Aussagekräftiger als die Vorgängeranalyse, analysiert der zweite Landessozialbericht aber nicht nur Zahlen, sondern sucht zudem nach Ursachen und empfiehlt konkrete Maßnahmen. Auch damit wurden wichtige Anregungen des VdK umgesetzt. Zudem erhielt der Beirat, dem der VdK Hessen-Thüringen angehört, die Möglichkeit, einen eigenen Berichtsteil zu erstellen. Diesen können Sie im Folgenden herunterladen.

Verlängerung des Vierten Hessischen Schwerbehinderten-Programms

Die Hessische Landesregierung hat das Vierte Hessische Schwerbehinderten-Programm bis Ende 2013 verlängert. Die Fortführung des Programms hatte der VdK wiederholt gefordert. Durch Zuschüsse an Arbeitgeber werden die Einstellung und die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung gefördert. Im Koalitionsvertrag 2013 wurde die Fortsetzung des Hessischen Schwerbehinderten-Programms aufgenommen. Seit 2014 wird dieses Programm unter dem Namen „Hessisches Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (HePAS)“ zunächst bis Ende 2016 fortgeführt. Hier wird abzuwarten sein, wie die Fortentwicklung und Wirkung von HePAS aussehen werden.

Anhebung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale

Durch das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes (Ehrenamtsstärkungsgesetz) vom 21. März 2013 wurden die Steuerfreibeträge rückwirkend ab 1. Januar 2013 erhöht. Die Übungsleiterpauschale wurde von 2.100 Euro auf 2.400 Euro und die Ehrenamtspauschale von 500 Euro auf 720 Euro jährlich angehoben. Schon seit vielen Jahren hatte der VdK eine Erhöhung der Pauschalen gefordert. Im Interesse der vielen ehrenamtlich Aktiven wird sich der VdK für eine weitere Anhebung der Ehrenamtspauschale auf 2.400 Euro jährlich starkmachen.

Barrierefreiheit in Fernbussen

Im September 2012 hat der Bundestag die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs beschlossen. Zukünftig sind überall in Deutschland Fernbuslinien möglich, die untereinander und auch mit dem Eisenbahnfernverkehr konkurrieren dürfen. Der ursprüngliche Entwurf berücksichtigte das Thema Barrierefreiheit in keiner Weise. Nach massivem Protest – auch vom VdK – wurde der Gesetzentwurf geändert. Nunmehr müssen ab 2016 alle neuen Fernbusse barrierefrei sein und zwei Plätze für Rollstuhlfahrer sowie einen Hublift anbieten. Ab 2020 muss der gesamte Fernbusverkehr barrierefrei sein.

Karte 65-plus

Aufgrund unserer Initiative konnten wir erreichen, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die „Karte 65-plus“, ein ermäßigtes Ticket für Senioren, anbietet. Davon können rund eine Millionen Menschen über 65 im Rhein-Main-Gebiet jeden Tag profitieren.

Behindertengleichstellungsgesetze

Das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz und die Behindertengleichstellungsgesetze in Hessen und Thüringen verbessern die Rechtsstellung behinderter Menschen gegenüber der Verwaltung.

Blindengeld

In Hessen wurde das Landesblindengeld zwar um 14 Prozent gekürzt, die ursprünglich vorgesehene Kürzung um 30 Prozent konnte jedoch verhindert werden. In Thüringen wurde das Blindengeld für alle Menschen ab 27 Jahren zuerst abgeschafft, aber ab 2008 wieder eingeführt.
Das Thüringer Landesblindengeld soll in drei Stufen von derzeit 270 Euro auf 400 Euro monatlich erhöht werden. In der ersten Stufe wird das Blindengeld rückwirkend zum 1. Juli 2016 auf 320 Euro angehoben. Die weiteren Erhöhungen erfolgen am 1. Juli 2017 auf 360 Euro und am 1. Juli 2018 auf 400 Euro.

Gehörlosen- und Taubblindengeld

Taubblinde Menschen erhalten in Thüringen zusätzlich ab dem 1. Juli 2016 ein Taubblindengeld in Höhe von 100 Euro monatlich. Die Landesregierung prüft zudem die Einführung eines Gehörlosengeldes. Dies würde den rund 1.900 gehörlosen Menschen in Thüringen einen Mehrbedarf ermöglichen, der nicht von den Kassen bezahlt wird. Der VdK begrüßt diese Maßnahmen.

Ehrenamts-Card

In Hessen wurde die Ehrenamts-Card eingeführt. Hessische Bürgerinnen und Bürger, die mindestens fünf Stunden wöchentlich ehrenamtlich tätig sind, können die Ehrenamts-Card beantragen. Die Ehrenamts-Card gewährt verschiedene Vergünstigungen. Den Umfang der Vergünstigungen legen die beteiligten Landkreise und Städte fest. Unter www.e-card-hessen.de finden Sie die Liste mit den bereits aktiven Kreisen sowie weitere Informationen zur Ehrenamts-Card. Allgemeines zum Ehrenamt bzw. zur Landesehrenamtsagentur ist unter www.gemeinsam-aktiv.de zu erfahren.
Auch in Thüringen gibt es eine Ehrenamts-Card. Sie wird in insgesamt 19 Landkreisen und kreisfreien Städten vergeben. Darüber hinaus hat Thüringen eine überregionale Ehrenamts-Card eingeführt, die sich "Thüringer Wald Card" nennt.

Stabsstelle Inklusion, Frauen- und Sozialpolitik
Esther Wörz
Gärtnerweg 3
60322 Frankfurt
Telefon: 069 714002-17
Telefax: 069 714002-22
sozialpolitik.ht@vdk.de


Häusliche Pflege
Die private Pflege zu Hause ist am Limit, ein Drittel der pflegenden Angehörigen überfordert. Der VdK kämpft mit der Kampagne "#naechstenpflege" bundesweit für bessere Rahmenbedingungen. In Hessen und Thüringen sind wir mit vielen eigenen Aktionen dabei.


Angesichts der stark steigenden Preise für Strom und Gas hatten der VdK und andere zivilgesellschaftliche Organisationen einen Sozialgipfel gefordert, bei dem über Hilfsmaßnahmen zu beraten sei. Mit Erfolg.


Große VdK-Pflegekampagne: Nächstenpflege braucht Kraft und Unterstützung

Symbolfoto: Eine Frau im Büro telefoniert
Der VdK informiert und unterstützt seine Mitglieder in allen Fragen rund um Gesundheit, Behinderung, Pflege und Rente – qualifizierter Sozialrechtsschutz inklusive.
Symbolfoto: Gruppenbild von Senioren beim Wandern
Getreu dem Motto „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch“ betreuen rund 13.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die VdK-Mitglieder vor Ort.
Seit jeher prägen Frauen die Arbeit des VdK – sowohl in der praktischen Arbeit vor Ort als auch wenn sozialpolitische Forderungen aus frauenspezifischer Sicht eingebracht werden.
Mehrere Menschen
Sich für ein inklusives Zusammenleben einzusetzen ist ein besonderes Anliegen der jüngeren Mitglieder im VdK. Nicht nur in der Politik und am Runden Tisch. Sondern vor allem zusammen mit den Menschen, dort, wo sie leben und arbeiten.
Kinder und Erwachsene stehen auf einer Rollstuhl-Hebebühne eine Busses.
Mit außergewöhnlichen Aktionen, gezielten Projekten und informativen Veranstaltungen bringen wir unsere Ideen und Forderungen in die Öffentlichkeit.

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