26. November 2021
INFORMATIONEN ZUM CORONA-KRISE

Genesen, aber trotzdem krank

Viele Menschen überstehen eine Infektion mit dem Coronavirus gut. Aber ein Teil der Betroffenen leidet noch Wochen und Monate später unter den Folgen der Erkrankung. Erschöpfung, Atemnot oder Konzentrationsstörungen sind typische Symptome. Die Rede ist von Post- oder Long-Covid.

Auf einer Tafel steht: Look ot for each other! With distance!
© pixabay.com/geralt

Über fünf Millionen Menschen sind bisher in Deutschland am Coronavirus erkrankt, ungefähr 4,5 Millionen gelten als genesen. Wie viele unter den Langzeitfolgen der Corona-Infektion leiden, ist noch nicht erfasst. Expertinnen und Experten gehen von zehn bis 15 Prozent aus. Bei Symptomen auch nach vier Wochen sprechen Medizinerinnen und Mediziner von Long-Covid, nach zwölf Wochen von Post-Covid.

Am häufigsten berichten Betroffene von großer Müdigkeit und Erschöpfung, die auch als Fatigue beschrieben wird. Es fällt ihnen schwer, sich über längere Zeit zu konzentrieren, sich Dinge zu merken oder schwierige Zusammenhänge zu verstehen. Viele fühlen sich in ihrer Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt. Den Erkrankten geht es phasenweise besser, dann wieder schlechter.

Die Forschung zu den Folgen einer Coronavirus-Infektion steht noch ganz am Anfang. Zu den Symptomen wissen Medizinerinnen und Mediziner inzwischen einiges, aber andere Fragen können sie noch nicht ausreichend beantworten. Es ist noch nicht geklärt, warum manche Menschen erkranken, andere wiederum nicht. Es scheint keinen Zusammenhang zur Schwere der Coronavirus-Infektion zu geben. So lässt sich bislang nicht vorhersagen, wen es trifft oder wie lange die Beschwerden andauern. Man weiß, dass 30- bis 50-Jährige am häufigsten erkranken und Frauen öfter betroffen sind als Männer.

Unterstützung

Viele Menschen fühlen sich verunsichert. Eine Patientenleitlinie soll Betroffenen und ihren Angehörigen helfen, sich im Fall einer Erkrankung besser zurechtzufinden. Die Leitlinie enthält viele nützliche Informationen. Zudem gibt sie Hinweise auf Selbsthilfegruppen oder Post-Covid-19-Ambulanzen.

Auch an den Sozialverband VdK wenden sich Mitglieder, die an Long-Covid oder Post-Covid leiden. Ihre Fragen zum Bezug von Krankengeld oder einer Erwerbsminderungsrente lassen sich in einer Beratung klären. Der VdK weiß, wer zuständig ist, etwa die Unfall-, Renten- oder Krankenversicherung. Er kann zudem bei einem Antrag für eine medizinische Reha-Maßnahme unterstützen. In den Geschäftsstellen vor Ort hilft er weiter.

Kristin Enge

Leitlinie
Die Patientenleitlinie „Post-Covid/Long-Covid“ richtet sich an Betroffene, Angehörige und pflegende Personen. Sie wurde auf Grundlage der ärztlichen Leitlinie erarbeitet. Federführend war die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Neben zahlreichen wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften haben auch Patienten und Selbsthilfegruppen daran mitgewirkt. Die Leitlinie wird immer wieder aktualisiert. Sie kann kostenfrei im Internet als PDF heruntergeladen werden.

www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/020-027.html

Die Vergessenen der Pandemie: Studie zu den zu Hause Gepflegten und ihren Angehörigen

Verängstigt und vergessen – so fühlten sich die meisten Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen zu Hause während der Corona-Pandemie. Dies zeigen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der Hochschule Osnabrück, die der Sozialverband VdK in Auftrag gegeben hat. Mehr als zwei Drittel der 16.000 Befragten gaben an, sehr unter der psychischen Belastung in dieser Zeit gelitten zu haben.

Ehrenamtlich Interessierte bei einer Schulung.
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Symbolbild: Eine Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung mit Protestplakaten.
Der VdK ist die größte Selbsthilfe-Organisation in Deutschland, er setzt sich seit 60 Jahren erfolgreich für die Interessen seiner Mitglieder ein.


Der VdK in den sozialen Medien

Der VdK Deutschland bei Instagram


Foto: Die Geschäftsstelle des VdK Hamburg
Wenn Sie in einem Bereich des Sozialrechts Rat, Hilfe oder Rechtsschutz benötigen, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Landesgeschäftsstelle.


Symbolbild: Eine VdK-Mitarbeiterin begrüßt einen Besucher
Wir beraten in allen Bereichen des Sozialrechts und vertreten unsere Mitglieder gegenüber den Leistungsträgern, Behörden und vor den Sozial- und Verwaltungsgerichten durch alle Instanzen.


Symbolbild: Informationsstand zur Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung
Sie können ganz einfach bei uns Mitglied werden. Die Beitrittserklärung erhalten Sie online oder per Post. Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt 6 € für Einzelpersonen oder 9 € für Ehepaare / Lebensgemeinschaften.

Stehend in einer Reihe die fünf Mitglieder des Landesvorstands
Landesverbandsvorstand Sozialverband VdK Hamburg
Symbolbild: Ein Treffen von VdK Mitlgiederinnen mit Kaffee und Kuchen
Unsere Ortsverbände organisieren interessante bunte Abende, kulturelle und informative Veranstaltungen.
Gruppenfoto
Hier informieren wir Sie über aktuelle Veranstaltungen und Versammlungen der Ortsverbände.
Blick auf einen Hamburger Seniorentag
Download der Satzung des Sozialverbandes VdK Hamburg
Symbolbild: VdK Telefonzentrale
Einen Termin vereinbaren. Sich über die Adresse und die Öffnungs- und Sprechzeiten informieren.

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