Wechselwirkungen vermeiden

„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!“ lautet wohl einer der bekanntesten deutschen Sätze. Doch es kann vorkommen, dass auch medizinisches Personal solche Fragen nicht ohne Weiteres beantworten kann. Kein Wunder, sind doch alleine in Deutschland über 100.000 Medikamente und Impfstoffe zugelassen.

In Laboren werden Medikamente getestet, aber nicht alle Wechselwirkungen entdeckt. | © pixabay.com/ernestoeslava

Jahr für Jahr kommen neue hinzu. Zwar werden Arzneimittel in Zulassungsverfahren aufwendig geprüft, doch längst nicht alle potenziell möglichen Risiken und Nebenwirkungen können so vorher abgeklärt werden. Vor allem sehr seltene Nebenwirkungen, die beispielsweise nur bei jedem zehntausendsten Menschen auftreten können, bleiben so zunächst oft unentdeckt.

Pharmaunternehmen müssen neu entdeckte Nebenwirkungen den zuständigen Behörden melden – in Deutschland sind dafür vor allem das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sowie das Bundesinstitut für Arz­neimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuständig. Auch Ärzte und Apotheker sind verpflichtet, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen weiterzuleiten. Erst seit wenigen Jahren hat in Deutschland zudem jeder Patient das Recht, eventuelle Nebenwirkungen von Arzneimitteln und Impfstoffen den Aufsichtsbehörden direkt zu melden.

Onlineformular

Auf der barrierefreien Internetseite www.nebenwirkungen.pei.de können Bürger und Patienten dazu ein Onlineformular nutzen. Auch im Namen betreuter Personen, wie von Kindern oder Angehörigen, können solche Meldungen erfolgen. Anonyme Nachrichten sind zwar ebenfalls möglich, allerdings können die Behörden dann keine weiteren Nachfragen an die Betroffenen stellen. Dies ist jedoch häufig nötig, um die mutmaßlichen Nebenwirkungen besser beurteilen zu können. Denn gerade im Zusammenspiel vieler verschiedener Medikamente sowie pflanzlicher Arzneien oder Verhütungsmitteln kann es zu Wechselwirkungen und unerwünschten Effekten kommen.

Im PEI und dem BfArM werden die eingegangen Meldungen überprüft und mit bereits vorliegenden Informationen abgeglichen. Werden so neue Nebenwirkungen bekannt, kommen sie in die Nebenwirkungsdatenbank der EU und die Behörden können weitere Schritte veranlassen. „Um mögliche Risiken von Arzneimitteln früh identifizieren zu können, spielen die Meldungen eine große Rolle. So ist jede Meldung auch ein Beitrag für den Patientenschutz“, so Karl Broich, Präsident des BfArM.

In anderen Ländern wie Australien, Kanada oder den USA können Patienten schon seit Jahrzehnten mutmaßliche Nebenwirkungen direkt bei den Aufsichtsbehörden melden. Alleine in den Vereinigten Staaten gehen jährlich über 400.000 solcher Verdachtsmeldungen ein. Rund ebenso viele werden von den Pharmaunternehmen sowie von Ärzten und Apothekern eingereicht.

Das PEI weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Meldung nicht den Arztbesuch ersetzt. Wer also eine mögliche Nebenwirkung festgestellt hat, sollte sich in jedem Fall an einen Arzt oder Apotheker wenden. Auch verordnete Medikamente sollten niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt eigenständig abgesetzt werden. scb

Infos und Meldeformular: www.nebenwirkungen.pei.de

Schlagworte Medikamente | Arzneimittel | Wechselwirkungen

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