Ideen austauschen und Inspirationen finden

Die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassenen Beeinträchtigungen des Alltags sind für viele Menschen eine Belastung. Vor allem die Verbote von persönlichen Kontakten zu anderen Menschen führen zu Isolation, Einsamkeit und häufig auch zu psychischen Problemen. Besonders betroffen sind Menschen ohne einen großen Freundes- oder Familienkreis, denn auch ehrenamtliche Besuchsdienste mussten coronabedingt ihre Einsätze einstellen.

Wer alleine lebt, den trifft die momentane Situation besonders hart. Damit auch Menschen ohne Interneterfahrung Hilfe bekommen können und einfach Kontakt finden, gibt es eine Vielzahl von Telefonangeboten. | © Foto: pixabay.com/ Sabine van Erp

Inzwischen hat sich zwar eine große Anzahl von Initiativen und Nachbarschaftshilfen gegründet, doch oft sind diese Hilfsangebote nur online zugänglich und über Internetauftritte oder in den sozialen Medien zu finden. Das schließt viele, vor allem ältere Menschen aus, die sich im digitalen Umfeld (noch) nicht gut auskennen und für die Smartphone, Tablet und Co. nicht zum Alltag gehören. Um aber möglichst allen Menschen den Zugang zu Hilfsangeboten zu ermöglichen, wurden in den letzten Wochen verschiedene analoge Angebote eingerichtet, die ganz einfach telefonisch zu erreichen sind.

Unilever-Hotline

Auch der Konzern Unilever möchte in der Corona-Krise Menschen, die Hilfe suchen, mit Menschen, die Hilfe anbieten, vernetzen. Dazu wurde unter der Nummer 0800 0 00 11 04 die kostenlose Unilever-Hotline eingerichtet, bei der Ratsuchende alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu Nachbarschaftshilfen, Telefonfürsorge oder Spendenaktionen erhalten und von den Unilever-Mitarbeitern an bereits bestehende Angebote und Plattformen in ihrer Nähe vermittelt werden. Weitere Informationen unter der Hotline-­Nummer oder die-nummer-­die-verbindet.de im Internet.

Die Unilever-Hotline vermittelt beispielsweise auch zu der Aktion Telefonpatenschaft, die Isolation, Unsicherheit und Einsamkeit von Betroffenen oder auch Bewohnern von Pflegeheimen durchbrechen möchte. Dazu bringt sie Menschen per Telefon zusammen, um den grauen Corona-Alltag durch kleine Plauschs und Klönschnacks aufzuheitern. Inte-ressierte können sich unter Telefon (0 40) 6 07 73 84 50 melden und angeben, ob sie andere Menschen selbst anrufen oder lieber angerufen werden möchten. Die Gespräche finden dann über neutrale Nummern statt, sodass die privaten Daten nicht herausgegeben werden müssen. Der Service ist kostenlos.

Gegründet wurde das Projekt vom Unternehmen „besserzuhause.com“, das Senioren dabei unterstützt, in ihrem gewohnten Umfeld alt werden zu können. Im März gegründet, wird die Telefonpatenschaft gut angenommen: „Die Rückmeldungen sind bis jetzt ausnahmslos positiv, was uns wirklich freut. Es hat uns besonders überrascht, dass gerade jüngere Menschen so viel Engagement zeigen und sich gerne einbringen wollen“, sagt Lisa Silbersiep-Neuses vom Projektteam. Geht es nach den Initiatoren, wird das Projekt dauerhaft weitergeführt: „Da Einsamkeit im Alter nicht nur während der Corona-Pandemie ein ernst zu nehmendes Problem ist, möchten wir die Telefonpatenschaft gerne langfristig etablieren.“

Weitere Informationen unter der Hotline-Nummer oder unter https://telefonpatenschaft.de im Internet.

Klöntelefon

Auch die Diakonie hat kürzlich mit dem Klöntelefon ein Vermittlungsangebot für Telefonkontakte zwischen den Generationen ins Leben gerufen. Ältere Menschen, die sich über regelmäßige Anrufe freuen würden, sowie Interessierte, die gern mit einer älteren Person telefonieren möchten, können mit dem Projektteam unter Telefon (0 40) 30 62 04 11 Kontakt aufnehmen. Neben eher herausfordernden Themen, die die Menschen aktuell sehr bewegen, steht das Klöntelefon aber ebenso zum Plaudern bereit. Gespräche zum Beispiel über Ideen, um auch zu Hause kreativ zu sein, Reisen ohne zu reisen oder über die alltäglichen Dinge des Lebens, wie: „Was esse ich heute?“, sind beim Klöntelefon willkommen. Nach einem kurzen Vorgespräch führt die Diakonie beide Seiten zusammen. „Mit dem Klöntelefon soll ein Austausch auf Augenhöhe möglich werden, der den Alltag – gerade in Corona-Zeiten – bereichert. Insbesondere auch jüngere Menschen können hier von den Erfahrungen der älteren Menschen profitieren und im Klönschnack Ideen und Inspirationen finden“, sagt Kirsten Prehm vom Fachbereich Familie und Senioren der Diakonie Hamburg.

Das Team von SeniorPartner ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar. Das Angebot des Klöntelefons ist kostenlos.

Hamburg hilft Senioren

Die Hamburger Behörde für ­Gesundheit und Verbraucherschutz bietet unter Telefon (0 40) 4 28 28 80 00 den Service „Hamburg hilft Senioren“ an. Täglich von 7 bis 19 Uhr erhalten hier ­Seniorinnen und Senioren Informationen zu verschiedenen Hilfs­angeboten für Ältere in der Hansestadt. Egal, ob es etwa um technische Probleme mit PC oder Handy geht, Ansprechpersonen für gesundheitliche oder pflegerische Fragen gesucht werden oder eine Einkaufsunterstützung benötigt wird. Die Hotline-Mitarbeiter vermitteln auch zu vielen Beratungsangeboten in anderen Sprachen.

Kontakt und weitere Informa­tionen unter der Hotline-Nummer oder unter hamburg.de/coronavirus/senioren im Internet.

scb/pd

Schlagworte Ideen | Inspirationen | Corona-Krise

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