Auf den neuen Senat kommt viel Arbeit zu

Urbane Mobilität ist eines der großen Zukunftsthemen für Hamburg. Wie Mobilität darüber hinaus im Alter oder mit Einschränkungen möglich sein kann, stand im Zentrum einer Podiumsdiskussion der Gewerkschaft ver.di, die Ende Januar im Besenbinderhof stattfand.

So mancher wünscht sich die gute alte Stadtbahn zurück. | © pixabay.com/hpgruesen

Gewerkschaftsvertreter diskutierten mit Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft und beantworteten viele Fragen, Anregungen und kritische Anmerkungen aus dem Publikum. Einig waren sich Dirk Kienscherf (SPD), Anjes Tjarks (Grüne), Heike Sudmann (Linke) und Andreas Moring (FDP) darin, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auszubauen und barrierefrei zu gestalten sowie nach Möglichkeit die Ticketpreise zu senken. Streit hingegen gab es vor allem um die Forderung von Heike Sudmann nach dem Bau einer Stadtbahn, die auch von vielen Teilnehmern aus dem Publikum begrüßt wurde.

Aus dem Publikum kamen viele Fragen an die Politiker. | © VdK Hamburg

Für Heike Sudmann wäre eine Stadtbahn die beste Lösung, um Barrierefreiheit zu erreichen. Zudem sei eine solche günstig und schnell zu bauen. Anjes Tjarks, Dirk Kienscherf und Andreas Moring erteilten dieser Forderung jedoch eine klare Absage: Zwar sei eine Stadtbahn in der Vergangenheit geplant worden, so Tjarks, die angedachten Strecken seien inzwischen aber belegt. Moring gab zu bedenken, dass es auch auf mehrspurigen Straßen keinen Platz für eine Stadtbahn gäbe, denn zwar werde der Individualverkehr gegebenenfalls dadurch reduziert, der übrige Platz für die anderen Verkehrsteilnehmer jedoch auch. Dies führe also nicht zu weniger Stau. Dirk Kienscherf gab zu bedenken, dass sich der Bau einer Stadtbahn durch unzählige Klageverfahren zeitlich massiv verzögern würde. Eine Erweiterung des U-Bahn-Netzes sei demnach sinnvoller.

Auch die Streckenführung vieler Radwege wurde von den Diskussionsteilnehmern und vom Publikum teilweise stark kritisiert, da sie zu Unsicherheiten und immer wieder auch zu gefährlichen Situationen und Unfällen führe. Auch das Fehlen eines Verkehrsleitmodells und die mangelhafte Baustellenkoordinierung sorgen immer wieder für Frust in der Hansestadt.

Frank Loeding, Sprecher des Landesarbeitskreises Behindertenpolitik, forderte in seinem Schlusswort die Verantwortlichen auf, endlich mehr für die Barrierefreiheit im ÖPNV zu tun: nur ein störungsanfälliger Aufzug an Bahnhöfen und Haltestellen sei einfach zu wenig. Auf den neuen Senat kommt also viel Arbeit zu, um Hamburg für die Zukunft der Mobilität gut aufzustellen.

scb

Schlagworte Podiumsdiskussion | Hamburg | Mobilität | Stadtbahn | Verkehrskonzepte | Zukunft ÖPNV

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