Kostenlose Mieterberatung

Wer Sozialleistungen bezieht und den Eindruck hat, dass Vermieter diese Lage ausnutzen und beispielsweise die Miete für den Zustand der Wohnung zu hoch ist, kann sich helfen lassen: Die Stadt Hamburg finanziert die Mitgliedschaft in einem Mieterverein, in dem Mieter beraten werden. Davon profitierten im vergangenen Jahr über 1.600 Neumitglieder, wie die Sozialbehörde kürzlich mitteilte.

Hilfe bei Mieterhöhung | © ThostenF/pixabay

Zwischen der Sozialbehörde und den Vereinen „Mieter helfen Mietern e. V.“, „Interessenverband Mieterschutz e. V.“ und „Mieterverein zu Hamburg von 1890 r. V.“ besteht schon seit 2010 eine Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam mit der Sozialbehörde haben die Mietervereine vor kurzem Bilanz über das Jahr 2018 gezogen.

Hilfe bei Mieterhöhung

So wurden im vergangenen Jahr mit Hilfe der Mietervereine wieder zahlreiche Betriebskostenabrechnungen und Mieterhöhungsverlangen überprüft. Ergebnis: Forderungen in Höhe von 225.284 Euro mussten nicht gezahlt werden. Insbesondere bei Mieterhöhungsverlangen wirkt dieser Effekt zudem in den folgenden Jahren weiter, denn ohne die Prüfung hätte die überhöhte Miete in der Zukunft weitergezahlt werden müssen. Insgesamt sind 2018 auf Grundlage der Kooperation in 141 Fällen Sozialleistungsberechtigte wegen Kündigungen ihrer Wohnung beraten worden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Wohnungsverlusten geleistet worden. Darüber hinaus wurden in mehr als 300 Fällen Leistungsberechtigte wegen Mietmängeln beraten. Zusammengenommen profitierten im letzten Jahr mehr als 1600 Leistungsberechtigte von der Beratung durch die Mietervereine.

Einsparung

Durch die Zusammenarbeit gelingt es jährlich, erhebliche Summen ungerechtfertigter Forderungen von Vermietern abzuwenden. Damit wird trotz der zu leistenden Mitgliedsbeiträge der städtische Haushalt entlastet. Seit 2010 konnten durch die Kooperation bereits Ausgaben in Höhe von insgesamt 1,17 Millionen Euro vermieden werden. Die Stadt Hamburg kann die Mitgliedsbeiträge in Mietervereinen für Menschen übernehmen, die Sozialleistungen nach dem SGB II, SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, sofern sie einen mietrechtlichen Beratungsbedarf haben. Die leistungsberechtigten Mieter können sich hierfür an ihre Sachbearbeiter im Jobcenter oder im Fachamt für Grundsicherung und Soziales wenden.

Alle weiteren Informationen und ein mehrsprachiges Faltblatt zum Thema im Internet unter www.hamburg.de/sozialhilfe/2196520/mieterrechte/

pd

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