Bessere Inklusion in Schulen

Nachdem sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen Ende letzten Jahres mit der Volksinitiative „Gute Inklusion“ auf einen Kompromiss geeinigt haben, erfolgt jetzt die Umsetzung der Vereinbarung.

© stux/pixabay.de

Die personelle Aufstockung für die Vorschulklassen und die ­Klassen 1, 5 und 11 sowie bessere ­Therapieangebote – vor allem an Grund- und Stadtteilschulen – beginnen ab dem nächsten Schuljahr. Ab dem 1. August werden Hamburgs Schulen in einem ersten Schritt 83,5 zusätzliche Lehrerstellen sowie rund 36 Therapeuten- und Assistenzstellen für gute Inklusion zur Verfügung gestellt.

So sollen beispielsweise Klassen, die von vier Schülern mit spezifischem sonderpädagogischen Förderbedarf – etwa einer Behinderung – besucht werden, durch die Personalaufstockung ab nächstem Schuljahr in sogenannter Doppelbesetzung unterrichtet werden. In einigen Unterrichtsstunden soll sogar eine Dreifachbesetzung möglich sein.

Allein für die Gruppe der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung soll es rund 200 zusätzliche Pädagogen-Stellen geben. Die neuen Lehrkräfte werden schrittweise in der Vorschule und in den Klassenstufen 1 und 5 eingesetzt. In rund 30 allgemeinen Schulen mit mindestens fünf Schülern mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung werden in gleichem Umfang Therapie- und Pflegestunden für Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung bereitgestellt wie in den entsprechenden speziellen Sonderschulen. Diese Schulen sollen zukünftig zeitnah auch Pflege- und Therapieräume erhalten.

Bauoffensive

Zusätzlich zu dem neuen Förderprogramm will die Stadt Hamburg zukünftig mit einer „Bauoffensive Barrierefreiheit“ innerhalb der nächsten zehn Jahre mindestens 100 Millionen Euro für barrierefreie Schulen ausgeben. Dabei sollen bis 2023 mindestens 35 Millionen Euro in die Herstellung von Barrierefreiheit im Gebäudestand investiert werden. Zudem sollen alle Schulneubauten in Zukunft barrierefrei geplant und errichtet werden.

Vereinbart wurde auch, mehr Raum für gute Inklusion zu schaffen. Für alle Schulen mit mindestens zehn Schülern mit einer Behinderung soll ein zusätzlicher Flächenbedarf für Pflege, Therapie, Psychomotorik und Gruppenräume von acht Quadratmetern pro Schüler mit einer Behinderung ab dem 1. August 2018 vorgesehen werden.

Begleitet wird die Maßnahme von einem jährlichen Monitoring. Nach Umsetzung der personellen und baulichen Verbesserungen soll der Senat der Bürgerschaft 2023 einen umfassenden Bericht vorlegen.

pm

Schlagworte Inklusion | Schule

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