Es muss nicht Depression sein

Krankheiten der Schilddrüse sind bei Frauen weit verbreitet. Grund dafür sind starke Hormonschwankungen. Wie Auswertungen der Barmer von ambulanten Diagnosedaten zeigen, sind rund 11,7 Prozent der Hamburgerinnen wegen einer Schilddrüsen-Unterfunktion in ärztlicher Behandlung.

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Durch die Unterfunktion treten Müdigkeit und Konzentrationsprobleme oder eine Gewichtszunahme auf. „Auch wenn die Diagnoseraten einer Schilddrüsen-Unterfunktion bei Männern lediglich bei 2,9 Prozent liegen, sollte bei Beschwerden auch hier an die Schilddrüse gedacht werden“, empfiehlt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg.

Eine Schilddrüsen-Überfunktion ist zwar seltener, aber auch daran erkranken Frauen deutlich häufiger. Die Hyperthyreose äußert sich beispielsweise durch Herzklopfen, vermehrtes Schwitzen oder Konzentrationsstörungen. Die Diagnoserate beträgt in Hamburg bei Frauen 2,6 Prozent, bei Männern weniger als ein Prozent. Auch weitere Krankheiten der Schilddrüse kommen bei Frauen deutlich häufiger als bei Männern vor. Während sich 7,2 Prozent der hamburgischen Frauen wegen einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) in ärztlicher Behandlung befinden, sind es nur 2,1 Prozent der Männer. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede zeigen sich ebenso bei einer Entzündung der Schilddrüse.

Viele Fehldiagnosen

„Die vielfältigen Beschwerden machen es Ärzten mitunter nicht leicht, sofort einer Schilddrüsenfehlfunktion auf die Spur zu kommen“, erläutert Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer. Trügerischer Weise könnten die Beschwerden auch auf die falsche Spur zu Depression und Burnout oder auch Angst- und Panikstörungen führen.

Wichtigster Ansatzpunkt für die Diagnostik ist eine Blutuntersuchung. Dabei wird der TSH-Wert bestimmt. „Der TSH-Wert gibt Aufschluss darüber, ob die Schilddrüse ausreichend Hormone bildet. Verschiedene bildgebende Verfahren können darüber hinaus der weiteren Abklärung dienen“, so Marschall.

Schlagworte Schilddrüsen | Depression | Überfunktion | Konzentrationsstörungen | Schilddrüsenfehlfunktion

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