Nicht zu lange warten

In Deutschland werden pro Jahr etwa 79 000 Patienten mit Riechproblemen behandelt. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. So nimmt das Riechvermögen kontinuierlich aus Altersgründen ab und bei den über 75-Jährigen haben knapp 30 Prozent keinen Geruchssinn mehr. Aber auch Erkrankungen der Nase, Unfälle oder Störungen des Zentralnervensystems führen zu Riechstörungen.

Starke Gerüche fördern den Geruchssinn. | © AOK-Mediendienst

Die sogenannte Anosmie beeinflusst die Lebensqualität ganz entscheidend, da der Geruchssinn in erster Linie auch für den Geschmack verantwortlich ist. Während die Zunge nur die Grundgeschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig schmeckt, werden die Feinheiten des Schmeckens über den Geruchssinn vermittelt.

Um festzustellen, was genau hinter einer Geruchsstörung steckt, sollten Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Denn selbst wenn er den Geruchssinn nicht mehr vollständig wiederherstellen kann, lassen sich durch ein entsprechendes Training zumindest Verbesserungen erzielen.

„Am häufigsten wird eine Anosmie durch entzündliche Veränderungen an Nase und Nasennebenhöhlen wie beispielsweise Nasenpolypen verursacht“, erklärt Dr. Uso Walter, Vorsitzender des HNOnet NRW. Oft bessert sich der Geruchssinn wieder deutlich, wenn HNO-Ärzte diese auslösenden Erkrankungen behandeln. Aber auch nichtentzündliche Veränderungen wie Nasenscheidewandverbiegungen oder Tumore in der Nase können Auslöser sein. „Gerade bei älteren Patienten sind Geruchsstörungen aber auch häufig Vorboten von degenerativen Veränderungen im Gehirn“, weiß Dr. Walter. „Dann sollte auch eine neurologische Abklärung erfolgen.“

Unabhängig von der Ursache lassen sich Riechzellen jedoch trainieren. In der Regel verläuft eine solche Schulung der Nase, indem Patienten morgens und abends jeweils für fünf bis zehn Sekunden an Düften wie Rose, Zitrone, Gewürznelke oder Eukalyptus riechen. Solche stark duftenden Substanzen fördern die Wahrnehmung von Gerüchen und bahnen neue Verknüpfungen im Gehirn. Die Störungsdauer beeinflusst jedoch die Erfolgsaussichten: Wenn die Anosmie länger als ein Jahr andauert, sinken die Chancen auf Besserung kontinuierlich. Mehr Tipps auf www.hnonet-nrw.de im Internet.

Schlagworte Geruchsinn | Anosmie | Training

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