Viele gehen krank zur Arbeit

Jeder vierte Arbeitnehmer war 2017 länger als elf Tage krank, 22 Prozent fehlten im vergangenen Jahr länger als zwei Wochen und 54 Prozent aller Arbeitnehmer hatten keinen einzigen Fehltag. Das ist das Ergebnis einer repräsen­tativen Umfrage im Auftrag des TV-Senders „health tv“.

© DAK Presse

Das Phänomen heißt Präsentismus, wird schon länger erforscht und bezeichnet die Neigung der Arbeitnehmer, auch krank zur Arbeit zu gehen. 61 Prozent der Befragten sind in den letzten zwölf Monaten krank an ihrem Arbeitsplatz erschienen und das über einen Zeitraum von einem Tag bis zu mehr als drei Wochen. Sie haben Erkältungen, leiden unter starken Rückenschmerzen oder unter psychischen Problemen wie Überlastung oder einem Stimmungstief.

Eigentlich müssten Arbeitnehmer in diesen Fällen zuhause bleiben oder ihren Hausarzt konsultieren und sich krankschreiben lassen. „Diese Art von Präsentismus in den Betrieben ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehr gefährlich. Unter Umständen macht sich der Arbeitgeber sogar strafbar, wenn er seiner Sorgfaltspflicht nicht nachkommt und den kranken Mitarbeiter nicht nach Hause schickt“, sagt Axel Link, Chefredakteur von health tv.

Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) ist im Jahr länger als elf Tage krank im Job – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für den Betrieb oder seine Gesundheit. Besonders auffällig ist die Gruppe der unter 30-Jährigen. In dieser Altersgruppe gehen 40 Prozent mit psychischen Problemen zur Arbeit, 28 Prozent halten auch Schweißausbrüche, Schwindelgefühle oder Kreislaufprobleme nicht davon ab, ihrem Job nachzugehen.

„Präsentismus“ ist dabei eher ein Männer-Phänomen: Laut Studie sind sie durchschnittlich zehn Tage krank im Job, während es bei Frauen lediglich 6,5 Tage sind. „Die Kollegen können sich anstecken, das Unternehmen muss möglicherweise mit Fehlern kämpfen, die einem kranken Mitarbeiter überdurchschnittlich oft passieren können“, sagt Link.

Die Gruppe der über 60-Jährigen scheint da noch am vernünftigsten zu handeln, 52 Prozent der Befragten bleibt lieber zuhause oder lässt sich krankschreiben, wenn es ihnen nicht gut geht.

Schlagworte Präsentismus | Krank zur Arbeit

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