Renate Schommer als erste Frau an der Spitze des Sozialverbandes VdK in Hamburg

Am 2. September haben die Delegierten des 22. Ordentlichen Landesverbandstages erstmals eine Frau an die Spitze des Landesverbandes gewählt. Renate Schommer ist seit vielen Jahren auf Bundes- und Landesebene, im Landesfrauenrat und im Deutschen Frauenrat für die Interessen der Frauen aktiv. Sie tritt die Nachfolge von Hartmut Dubinsky an, der als ehemaliger Vertrauensmann der Schwerbehinderten im Allianz Konzern mit großen Erfolg im Vorstand des Verbandes ehrenamtlich tätig war.

Landesvorstand Sozialverband VdK Hamburg von links Carsten Kutschkau (stellvertretender Landesvorsitzender), Cordula Radtke (stellvertretende Landesvorsitzende), Renate Schommer (Landesvorsitzende), Gesina Gose (stellvertretende Landesvorsitzende), Johannes Köhn (stellvertretender Landesvorsitzender) | © VdK-Hamburg


Der Landesverband Hamburg zählt heute über 13.000 Mitglieder und vertritt die sozialrechtlichen Interessen seiner Mitglieder in Hamburg und auf Bundesebene – dort mit mehr als 1,8 Millionen Mitgliedern.

In ihrer Antrittsrede versprach Renate Schommer eine intensive Beteiligung und Einmischung in die Hamburger Sozialpolitik. Sie ist sicher, dass die Themen „soziale Gerechtigkeit“, und „Inklusion“ stärker in der Öffentlichkeit präsent gemacht werden können. Diese Meinung vertritt auch der zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählte Johannes Köhn, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen in Hamburg (LAG Hamburg).

Gleichzeitig forderte Renate Schommer aber auch die Menschen auf, nicht nur auf Wohltaten des Staates zu warten, sondern sich je nach ihren Möglichkeiten aktiv um ihre Interessen zu bemühen. Dazu gehöre auch, die vielfältigen Angebote der Leistungsträger zu nutzen und gegebenenfalls auch darum zu streiten. Unterstützung und Beratung bietet hier u.a. der Sozialverband VdK für seine Mitglieder an. Jedenfalls sei soziale Gerechtigkeit keine Einbahnstraße, sondern erfordere von den Leistungsfähigen einen angemessenen Beitrag und von den weniger Leistungsfähigen ein Bemühen um Verbesserung ihrer Situation.

Für die kommende Bundestagswahl forderte sie alle Wahlberechtigten auf, Ihre Stimme abzugeben. Das Recht zu wählen sei so unermesslich wertvoll und man sollte nie vergessen, was Diktatur oder vergleichbare Regime mit den Menschen machten, vor allem mit den Schwächeren.

Zum allgegenwärtigen Thema „Altersarmut“ forderte sie zu mehr Offenheit und Benennung klarer Fakten auf, denn dass die Mindestlöhne zumindest für Alleinstehende nicht zu einer auskömmlichen Rente im Alter führen, sei schon mit der Rentenformel und den umgebenden gesetzlichen Regelungen sicher. Und wenn man schon an der Rente nicht viel machen könnte oder wollte, so sollte man doch zumindest denjenigen, die in ihrem Erwerbsleben einen Beitrag für ihre Alterssicherung geleistet haben, mit Freibeträgen eine höhere Grundsicherung im Alter zubilligen.

Unser Sozialstaat muss sich in jedem Fall verändern, um sich langfristig weiter als solcher bezeichnen zu können. Und wir müssen auf jeden Fall diejenigen einbeziehen und abholen, die es bisher nicht geschafft haben, betonte Renate Schommer.

Das alles sind dicke Bretter, die es mit Gefühl und Weitsicht zu bohren gilt. Fangen wir sofort damit an. Dafür wünsche ich allen Beteiligten viel Erfolg und vor allem viel Kraft, denn leicht wird es nicht werden, schloss die neue Vorsitzende ihre Ausführungen.

Schlagworte Landesvorstand | Sozialverband | VdK Hamburg | Renate Schommer

Symbolbild: Eine Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung mit Protestplakaten.
Der VdK ist die größte Selbsthilfe-Organisation in Deutschland, er setzt sich seit 60 Jahren erfolgreich für die Interessen seiner Mitglieder ein.

Foto: Die Geschäftsstelle des VdK Hamburg
Wenn Sie in einem Bereich des Sozialrechts Rat, Hilfe oder Rechtsschutz benötigen, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Landesgeschäftsstelle.

Gruppennfoto
Landesverbandsvorstand Sozialverband VdK Hamburg
Symbolbild: Ein Treffen von VdK Mitlgiederinnen mit Kaffee und Kuchen
Unsere Ortsverbände organisieren interessante bunte Abende, kulturelle und informative Veranstaltungen. Ausflüge und Kurzreisen für Mitglieder und Angehörigen.
Kaffeetafel mit etwa einem dutzend Personen.
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Blick auf einen Hamburger Seniorentag
Download der Satzung des Sozialverbandes VdK Hamburg
Symbolbild: VdK Telefonzentrale
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