Flexirente tritt bald komplett in Kraft

Im Juli wird das Flexirentengesetz endgültig in Kraft treten. Dann gelten neue Regelungen zur Teilrente und zu den Hinzuverdienstgrenzen. Der Sozialverband VdK kritisiert, dass das Gesetz für geringer qualifizierte ältere Arbeitnehmer unzureichend ist.

© Gerd Altmann / pixelio.de

Mit dem neuen Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben soll das Arbeiten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze und darüber hinaus erleichtert werden. Der VdK kritisiert die neue Flexirente als unzureichend. Für Arbeitnehmer mit geringen Arbeitsmarktchancen, wie insbesondere geringer qualifizierte ältere Beschäftigte, Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Beschäftigte in Berufen mit besonderen Belastungen, die nicht bis zur Erreichung der Regelaltersgrenze arbeiten können, biete der Entwurf keine Lösung, sagt VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.

Neue Regelungen

Ab 1. Juli fallen die starren monatlichen Hinzuverdienstgrenzen für Rentner weg und werden durch eine Jahreshinzuverdienstgrenze ersetzt. So sind künftig 6300 Euro Hinzuverdienst im Jahr möglich, ohne dass es zu Abzügen kommt. Vorteil für Rentner: Sie können beispielsweise in einzelnen Monaten deutlich mehr als die bisher erlaubten 450 Euro verdienen.

Überschreitet der Rentner in einem Kalenderjahr die Grenze von 6300 Euro dennoch, gibt es nur noch eine Teilrente. Diese berechnet sich wie folgt: Es werden zunächst vom Jahreshinzuverdienst die 6300 Euro abgezogen. Dieser Betrag wird durch 12 geteilt (Anzahl der Kalendermonate). Schließlich werden davon 40 Prozent genommen und von der monatlichen Rente abgezogen. Beispiel: Jemand verdient 18 300 Euro im Jahr, das heißt 12.000 Euro mehr als erlaubt. Pro Monat übersteigt der Hinzuverdienst die Grenze um 1.000 Euro. Das bedeutet, die Rente wird um 40 Prozent von 1.000 Euro, also um 400 Euro gekürzt.

Es gibt aber auch eine Obergrenze für die Teilrente. Hinzuverdienst plus verbliebene Rente dürfen nicht höher sein als der höchste Verdienst der letzten 15 Jahre. Sonst fällt die Rente komplett weg.

Die Abrechnung ähnelt der beim Strom. So gibt ein Rentner bei der Rentenversicherung im Voraus an, welchen Hinzuverdienst er erwartet. Daraus wird die vorläufige Rente berechnet. Steht der endgültige Verdienst fest, belegt durch Lohnabrechnungen oder Steuerbescheid, wird am 1. Juli des Folgejahrs die genaue Rente festgelegt, und man bekommt entweder zu viel einbehaltene Rente zurück oder muss nachzahlen.

Schlagworte Flexi-Rente | Flexirente | Deutsche Rentenversicherung

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