Der Erholungsbedarf lässt sich nicht aufschieben

Eine immer größer werdende Ablage mit Aufgaben, ständige Anrufe und zwischendrin eine Besprechung – Termindruck und hohes Arbeitstempo sind für viele Beschäftigte Alltag. Im Zuge der Digitalisierung dringt die Arbeit auch mehr in den privaten Lebensbereich. Nötige Pausen sind dabei oft nicht drin.

Arbeit und Pausen trennen! | © DAK-Gesundheit

Diese Pausen haben mitunter sogar einen schlechten Ruf: Wer bewusst und pünktlich Pause macht, gilt in manchen Abteilungen als weniger leistungsbereit. Doch das Gegenteil ist der Fall: Pausen halten langfristig gesund und leistungsfähig.

Pausen helfen, Rückenschmerzen, Verspannungen und Kopfschmerzen zu vermeiden und sie laden den eigenen Akku auf. Der nötige Erholungsbedarf lässt sich nicht aufschieben, zum Beispiel auf das Wochenende oder den Urlaub. Die Leistungsfähigkeit wird durch Pausen verbessert: Man arbeitet konzentrierter, schneller, motivierter und ist kreativer. Pausen sind wichtig für die Konzentration: Weniger Fehler, weniger Arbeitsunfälle. Und sie helfen, einen dauerhaften Erschöpfungszustand oder eine Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden.

Recht auf Pausen

Diese Pausen/Ruhezeiten sind durch das Arbeitszeitgesetz gesetzlich vorgeschrieben:

  • Mindestens 11 Stunden zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn (in Ausnahmefällen Verkürzung auf 10 Stunden möglich, Ausgleich erforderlich).
  • Anrecht auf eine Pause nach sechs Stunden Arbeit.
  • Über sechs und bis zu neun Stunden Arbeit: mindestens 30 Minuten Pause.
  • Arbeitszeit über neun Stunden: mindestens 45 Minuten Pause.
  • Die 30 oder 45 Minuten können im Ganzen genommen oder in mehrere Pausen mit jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.


Machen Sie in den Pausen, was entspannt. In fünf Minuten ist es möglich die Augen zuzumachen und die Gedanken schweifen zu lassen, einen Spaziergang durchs Haus zu machen, eine Kaffeepause einzuschieben, mit Kollegen zu plaudern, Dehnübungen zu absolvieren oder sich einen Lieblingssong anzuhören.

Pausenkiller

Zu den Top 5 der Pausenkiller gehört, am Schreibtisch zu essen. Auch die vier anderen Pausenkiller sollten Sie unbedingt vermeiden:

  • während der Pause dienstliche Mails checken
  • oder dienstliche Angelegenheiten besprechen.
  • Erst pausieren, wenn man bereits erschöpft ist.
  • Pausen dauernd für private Einkäufe und Termine nutzen.

TIPPS - Wie Sie richtig Pause machen

  • Mittagspause in voller Länge nehmen.
  • Nach Möglichkeit alle 60 bis 90 Minuten eine Pause von mindestens fünf Minuten machen. Sie sollten aber nicht die Mittagspause ersetzen.
  • Finger weg von jeglichen Arbeitsmaterialien. Handy und Telefon auf „stumm“ schalten.
  • Das Mittagessen oder den Kaffee bewusst genießen.
  • Ein kleiner Spaziergang baut Stress ab, ist gut für den Kreislauf und das Muskel-Skelett-System.
  • Täglich eine To-do-Liste machen, in der der Punkt „Pause“ vorkommt.
  • Power-Napping: Ein 20-minütiger Mittagsschlaf ist sehr erholsam. Länger sollte er aber nicht sein.
  • Im Urlaub Handy ausschalten!

Schlagworte Arbeitszeit | Pausen | Erholung | Tipps | Mittagspause | PowerNapping | Mittagsschlaf | Ruhezeiten | Arbeitszeitgesetz | Vorschriften

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