Ein Heimplatz ist für viele kaum zu bezahlen

Weil ihr Einkommen nicht ausreicht, um die Heimkosten zu decken, müssen 41 Prozent aller Pflegebedürftigen Sozialhilfe beantragen. Günstiger sind Heimplätze dort, wo das Pflegepersonal schlechter bezahlt wird.

© imago/epd

In fast der Hälfte der deutschen Kreise und Städte reicht das durchschnittliche Alterseinkommen eines über 80-Jährigen nicht aus, um stationäre Pflege bezahlen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt die Prognos AG in einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

In über 40 Prozent der Kreise und Städte genügt das eigene Einkommen nur für zehn bis elf Monate im Jahr zur Finanzierung des Heimplatzes. Die Anträge auf Hilfe zur Pflege steigen dementsprechend, und immer mehr Angehörige müssen finanziell einspringen. Während im Nordosten der Republik ein Heimplatz günstiger ist, müssen im Südwesten Pflegebedürftige deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Die Ursache für die regionalen Unterschiede sehen die Studienautoren im großen Lohngefälle bei Pflegekräften. 85 Prozent der Kosten in stationären Einrichtungen fallen für das Personal an. Wo dieses eher gut und tariflich bezahlt wird wie im Südwesten, fallen umso höhere Kosten für die Bewohner an. Für den Sozialverband VdK ist das nicht hinnehmbar. Heimbewohner müssten derzeit für eine faire Bezahlung der Pflegekräfte regelrecht „büßen“, so VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. „Die Interessen von Heimbewohnern und Pflegekräften dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Pflegeversicherung muss sich weiterentwickeln und für einen längst überfälligen Anstieg der Leistungen sorgen.“


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Dr. Bettina Schubarth

Schlagworte Heimplatz | Pflegeheim | Heimunterbringung | Heimkosten | Pflegebedürftigkeit

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