Sicher mit dem Fahrrad durch die Stadt

Passionierte Radler mit kleinen Kindern müssen aufs Fahrradfahren nicht verzichten. Der familiäre Alltag lässt sich gut mit dem Rad bewältigen – dank Kinder-Fahrradanhänger. Die praktischen Vehikel gelten heute als sicherste Variante, um die Kleinen mit dem Fahrrad zu befördern. Doch beim Kauf und beim Fahren sollten Eltern einiges beachten.

Auch im Anhänger muss das Kind angegurtet sein und Helm tragen. | © AOK-Mediendienst

Die Kinder können selbst noch nicht Rad fahren? Dann rein in den Hänger und ab durch die Stadt. Selbst ausgedehnte Radtouren sind mit den Kinder-Fahrradanhängern möglich. Diese Kinderkutschen haben viele Vorzüge: „Bis zu zwei Kinder sitzen bequem und vor Wind und Wetter geschützt in dem Gefährt, das zudem zusätzlichen Stauraum bietet“, erklärt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Außerdem sind viele der Modelle wahre Multitalente und lassen sich mit wenigen Handgriffen zu einem Buggy umbauen.

Wichtigster Vorteil – zum Beispiel gegenüber einem Kindersitz oder Nachziehrad: Die Kinderanhänger sind besonders sicher. Stürzt der Radfahrer bei einem Unfall, kippt der Anhänger in der Regel nicht um. Zudem ist der Hänger eine Art Kokon, der die kleinen Passagiere bei einem Aufprall schützen kann. „Wichtig ist allerdings trotzdem, dass das Kind in dem Wagen angegurtet ist und einen Helm trägt“, so ADFC-Experte Filippek.

Zum Kauf eines Anhängers sollten am besten beide Elternteile ihre Räder mitnehmen. Im Fachgeschäft können die Experten prüfen, ob das Fahrrad überhaupt dafür geeignet ist, einen Anhänger zu ziehen, und ob der Hersteller es dafür freigegeben hat. Hält die Gabel das Mehrgewicht aus und funktionieren die Bremsen zuverlässig? Passt die Kupplung an die Hinterradnabe? Ist der Ständer im Weg? Damit die Kinder hinten nicht mit Schmutz und Steinchen belästigt werden, sollte das Hinterrad mit einem he­runtergezogenen Schutzblech ausgestattet sein. Und um den Nachwuchs immer im Blick zu haben, ist ein Rückspiegel am Lenkrad ratsam.

Das Angebot an Kinder-Fahrrad­anhängern ist recht groß. Vor dem Kauf sollte daher überlegt werden, ob man einen Ein- oder Zweisitzer braucht. Ein breiterer Hänger bietet Platz für zwei Kinder und hat mehr Stauraum, doch passt er nicht mehr durch jede Tür.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Kippsicherheit: Ein niedriger Schwerpunkt, große Laufräder und eine breite Spur sorgen für Kippsicherheit.
  • Stabiles Gestänge und Überrollschutz: Der Rahmen sollte seitlich so hochgezogen sein, dass er im Falle eines Überschlags als Überrollbügel dienen kann.
  • Kupplung: Die Kupplung sollte kein Spiel haben.
  • Schutz vor Insekten und Regen: Der Anhänger sollte gänzlich verschließbar sein, mit einem schwarzen Fliegengitter und bei Bedarf mit einem wasserdichten Verdeck.
  • Sonnenschutz: Vor direkten Sonnenstrahlen sollte ein Sonnensegel schützen, ohne die Sicht zu sehr zu beeinträchtigen. Fenster mit UV-Schutz sind wünschenswert.
  • Gurte: Y-Gurte, um die Kinder anzuschnallen.
  • Stabiler Sitz: Extrasitze und Kopfstützen sorgen für stabileren Sitz.
  • Beleuchtung: Weil das Rücklicht des Zugfahrrads verdeckt ist, braucht der Anhänger eine eigene Beleuchtung – die häufig nicht mitgeliefert wird. Ein (Batterie-)Rücklicht und Rückstrahler in Rot sind Pflicht, Front- und Seitenreflektoren empfehlenswert. Ab einer Spurweite von über 80 Zentimetern ist eine zusätzliche Beleuchtung (weiß) an der linken Vorderseite nötig.
  • Federung: Eine auf das Gewicht einstellbare Federung gleicht Un­ebenheiten aus, ebenso breite, nicht zu prall aufgepumpte Reifen.

Nach dem Kauf sollten die Erwachsenen das Fahren mit dem neuen Anhänger hinten dran zunächst ohne die kleinen Passagiere üben – aber am besten mit reichlich Gepäck an Bord, um Länge, Breite, größeren Bremsweg und Wendekreis kennenzulernen. In der Regel passt der Hänger durch eine Engstelle, wenn der Fahrer auch mit breit ausgefahrenen Ellbogen nicht aneckt.

Um die Kinder aufs Radfahren einzustimmen, sind Nachziehräder (Trailer) ohne oder auch mit Vorderrad interessant, sodass das Kind abgekoppelt werden kann, um selbstständig zu fahren. Voraussetzung fürs Anhängen ist allerdings, dass das Kind hinten nicht einschläft.

Mitnahme erst ab sechs Monaten

Übrigens: Laut Straßenverkehrsordnung dürfen nur Kinder bis maximal sieben Jahren auf dem Kindersitz oder im Anhänger transportiert werden. Experten empfehlen eine Mitnahme mit dem Anhänger für Kinder ab sechs Monaten – und dann unbedingt in einer Babyschale. Wichtig: Erst wenn das Kind selbst den Kopf halten kann, sollte es da­rin mitgenommen werden. Der Chauffeur muss mindestens 16 Jahre alt sein. Nachziehräder eignen sich für Drei- bis Neunjährige.

Schlagworte Fahrrad | Anhänger | Kinder | Fahrradkindersitz

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