VdK fordert: Armut wirksam bekämpfen

Der Sozialverband VdK fordert schon seit Langem von der Politik, der Armut endlich den Kampf anzusagen. „Wenn Millionen Menschen von Armut bedroht sind und kein Ende dieser Entwicklung in Sicht ist, dann muss die Politik handeln“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK.

© Peter Ries Düsseldorf/pixelio.de

Als armutsgefährdet gilt, wer mit weniger als 60 Prozent des sogenannten bedarfsgewichteten Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen muss, also des von der Haushaltsgröße abhängigen Pro-Kopf-Einkommens. Die Grenze lag 2014 für Einpersonenhaushalte bei einem monatlichen Einkommen von 917 Euro.

Gesichter der Armut

Armut hat in Deutschland viele Gesichter: Arbeitslosigkeit, nicht bedarfsgerechte Grundsicherungsleistungen, niedrige Löhne, mit denen man keine Familie ernähren kann, Renten, die kaum zum Leben reichen, Frauen, die ungewollt in Teilzeit arbeiten. „Obwohl noch nie so viele Menschen erwerbstätig waren wie derzeit, können viele nicht von ihrer Arbeit leben oder müssen gleich mehrere Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen“, kritisiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Wie aus dem Bericht des Statistischen Bundesamts hervorgeht, droht besonders Menschen, die nur einen Haupt- oder Realschulabschluss oder gar keinen Abschluss haben, ein Leben in Armut: Im vergangenen Jahr waren das mehr als 30 Prozent aller Geringqualifizierten.

Schon seit vielen Jahren weist der Sozialverband VdK darauf hin, dass prekäre Beschäftigung eine wesentliche Ursache für Armut ist. „Der Mindestlohn alleine richtet es nicht. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs oder Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden. Außerdem brauchen wir mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen“, fordert Mascher.

Auch die wachsende Altersarmut wird von der Politik kaum bekämpft. Für die Zunahme der Armut im Alter macht der Sozialverband VdK die Rentenentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. „Durch das Absenken des Rentenniveaus befinden sich die Neurenten seit Jahren im Sinkflug, sodass immer mehr Rentner unter die Armutsschwelle rutschen“, so die VdK-Präsidentin.

Armutsfeste Renten

Der VdK fordert deshalb, die bis 2030 geplante Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent zu stoppen. „Bei 50 Prozent muss eine Grenze gezogen werden“, verlangt Mascher. Außerdem müssten die Dämpfungsfaktoren, die sich negativ auf die Rentenerhöhung auswirken, abgeschafft werden und die Rentenanpassung uneingeschränkt der Lohn- und Gehaltsentwicklung folgen. Der VdK fordert zudem die Abschaffung der Rentenabschläge von 10,8 Prozent für Erwerbsminderungsrentner.

ikl

Schlagworte Armut

VDK HAMBURG
Symbolbild: Eine Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung mit Protestplakaten.
Der VdK ist die größte Selbsthilfe-Organisation in Deutschland, er setzt sich seit 60 Jahren erfolgreich für die Interessen seiner Mitglieder ein.

VdK-KAMPAGNE 2019/2020
ext #Rentefüralle auf farbigen Hintergrund
Alle Informationen rund um unsere Kampagne "#Rentefüralle" finden Sie auf diesen Seiten: Rentenpolitische Forderungen, Rentenglossar, Videos und mehr.

VdK-KAMPAGNE
Plakatmotiv der VdK-Aktion "Soziale Spaltung stoppen!". Ein Riss geht durch die Schrift "Soziale Spaltung stoppen".
„Soziale Spaltung stoppen!“ lautete das Motto der VdK-Aktion zur Bundestagswahl 2017. Die zentrale Forderung, soziale Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen, bleibt auch nach der Wahl aktuell! Der Sozialverband VdK appelliert an die künftigen Regierungsparteien, offene Fragen zur Zukunft des Renten-, Pflege- und Gesundheitssystems anzupacken.

VDK-KAMPAGNE
Button zur Kampagne Weg mit den Barrieren: Ein Männchen mit Rollator vor einer unüberwindbaren Treppe
Jetzt die VdK-Kampagne für ein barrierefreies Deutschland unterstützen: Barrieren melden - Stimme abgeben - Weitersagen!

RAT-HILFE-RECHTSSCHUTZ
Foto: Die Geschäftsstelle des VdK Hamburg
Wenn Sie in einem Bereich des Sozialrechts Rat, Hilfe oder Rechtsschutz benötigen, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Landesgeschäftsstelle.

RAT-HILFE-RECHTSSCHUTZ
Symbolbild: Eine VdK-Mitarbeiterin begrüßt einen Besucher
Wir beraten in allen Bereichen des Sozialrechts und vertreten unsere Mitglieder gegenüber den Leistungsträgern, Behörden und vor den Sozial- und Verwaltungsgerichten durch alle Instanzen.

MITGLIED IM VDK HAMBURG WERDEN
Symbolbild: Informationsstand zur Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung
Sie können ganz einfach bei uns Mitglied werden. Die Beitrittserklärung erhalten Sie online oder per Post. Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt 6 € für Einzelpersonen oder 9 € für Ehepaare / Lebensgemeinschaften.


VDK HAMBURG
Gruppennfoto
Landesverbandsvorstand Sozialverband VdK Hamburg
VDK HAMBURG
Symbolbild: Ein Treffen von VdK Mitlgiederinnen mit Kaffee und Kuchen
Unsere Ortsverbände organisieren interessante bunte Abende, kulturelle und informative Veranstaltungen. Ausflüge und Kurzreisen für Mitglieder und Angehörigen.
VDK HAMBURG
Kaffeetafel mit etwa einem dutzend Personen.
Hier informieren wir Sie über aktuelle Veranstaltungen und Versammlungen der Ortsverbände.
VDK HAMBURG
Blick auf einen Hamburger Seniorentag
Download der Satzung des Sozialverbandes VdK Hamburg
KONTAKT ZUM VDK HAMBURG
Symbolbild: VdK Telefonzentrale
Einen Termin vereinbaren. Sich über die Adresse und die Öffnungs- und Sprechzeiten informieren.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.