Der Schwerbehindertenausweis

In Hamburg sind derzeit rund 142.000 Menschen mit Behinderungen im Besitz eines Schwerbehindertenausweises. Ein Schwerbehindertenausweis dient dazu, sich gegenüber Arbeitgebern, Sozialleistungsträgern, Behörden und so weiter als schwerbehinderter Mensch ausweisen zu können.

Wer erhält einen Schwerbehindertenausweis?

Einen Schwerbehindertenausweis erhalten - wie der Name bereits sagt - nur schwerbehinderte Menschen. Als schwerbehindert gilt man, wenn der nachgewiesenermaßen 50 oder mehr beträgt.

Außerdem muss der Ausweisinhaber seinen Wohnsitz in Deutschland haben, in Deutschland arbeiten oder sich gewöhnlich hier aufhalten. Der GdB wird auf der Rückseite des Ausweises eingetragen. Er kann auch nachträglich noch verändert werden, aber nur nach einer erneuten Prüfung durch das Versorgungsamt.

Bei einem Grad der Behinderung von 50 und mehr stellt das Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis aus, in den alle gesundheitlichen Merkmale und der Grad der Behinderung eingetragen werden.
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration: Behinderung

Der VdK ist seinen Mitgliedern bei der Antragsstellung (und, falls nötig, beim Widerspruch bei einer Ablehnung) behilflich.


VdK-TV: Rund um den Schwerbehindertenausweis

Der Sozialverband VdK informiert über die wichtigsten Fragen zum Schwerbehindertenausweis und klärt: Was ist ein GdB? Wie lange ist ein Schwerbehindertenausweis gültig und was bringt er überhaupt?

VdK-TV: Schwerbehinderung - wo gibt's den Ausweis? (UT)

Infos rund um den Schwerbehindertenausweis - Antragstellung, Widerspruch bei Ablehnung, Nachteilsausgleiche


Muss man einen Schwerbehindertenausweis haben, wenn man schwerbehindert ist?

Nein - man kann einen Schwerbehindertenausweis beantragen, man muss aber nicht. Für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen ist der Ausweis als Nachweis jedoch erforderlich. So benötigen zum Beispiel Menschen mit erheblicher Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit, die die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen möchten, einen Schwerbehindertenausweis.

VdK-Tipp: Der Nachweis des Schwerbehindertenstatus beim Arbeitgeber sollte immer nur mit dem Schwerbehindertenausweis erfolgen und nicht durch den Bescheid des Versorgungsamtes. Im Feststellungsbescheid sind nämlich die Erkrankungen und Behinderungen genau aufgelistet. Im Schwerbehindertenausweis sind lediglich der Grad der Behinderung sowie eventuell zuerkannte Merkzeichen eingetragen.


Welche Nachteilsausgleiche kann man mit dem Schwerbehindertenausweis in Anspruch nehmen?

Es gibt gesetzlich geregelte Nachteilsausgleiche für (schwer-)behinderte Menschen in zahlreichen Bereichen, zum Beispiel Steuererleichterungen, Mobilitätshilfen oder Leistungen und Nachteilsausgleiche im Berufs- und Arbeitsleben. Allerdings kann nicht jeder schwerbehinderte Mensch automatisch jeden einzelnen Nachteilausgleich in Anspruch nehmen. Viele Nachteilsausgleiche sind an die Höhe des GdB, die Art der Behinderung oder die Zuteilung bestimmter Merkzeichen gebunden.


Welche Merkzeichen werden in den Schwerbehindertenausweis eingetragen?

Im Ausweis werden spezifische Behinderungen durch die folgenden Merkzeichen kenntlich gemacht:

  • G: erheblich gehbehindert
  • aG: außergewöhnlich gehbehindert
  • Gl: gehörlos
  • H: hilflos
  • Bl: blind
  • RF: Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht
  • B: Die Mitnahme einer Begleitperson ist möglich (aber nicht vorgeschrieben)
  • 1. Kl.: Die 1. Wagenklasse der Deutschen Bahn kann unter bestimmten Umständen mit einem Fahrausweis der 2. Klasse genutzt werden.
  • VB: Das Merkzeichen VB bedeutet: Versorgungsberechtigung nach dem Soldatenversorgungsgesetz, dem Opferentschädigungsgesetz oder einem anderen Nebengesetz zum BVG wegen eines Grades der Schädigungsfolgen (GdS) von wenigstens 50.
  • EB: Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von wenigstens 50; der Inhaber erhält Entschädigung nach § 28 des Bundesentschädigungsgesetzes.

Darf man mit dem Schwerbehindertenausweis eigentlich auf Behindertenparkplätzen parken?

Nein, der Besitz eines solchen Ausweise allein reicht nicht aus, um Behindertenparkplätze nutzen zu dürfen! Ein spezieller EU-Parkausweis ist Pflicht. Diesen Ausweis können nur schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen "aG" (außergewöhnlich gehbehindert) und "Bl" (blind) erhalten.

VdK-TV: Schwerbehindertenparkplätze und Parkerleichterungen

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind auf die ausgewiesenen Schwerbehindertenparkplätze angewiesen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um dort parken zu dürfen, wie der Antrag auf einen EU-Parkausweis gestellt werden kann und welche Parkerleichterungen es sonst noch gibt, erklärt Sachratenleiter Holger Meckel vom Frankfurter Straßenverkehrsamt.

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Formular zur Einkommenssteuererklärung
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Schlagworte Behinderung | behindert | schwerbehindert | Behindertenparkplatz | Merkzeichen


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