So kommen Ihre Füße durch den Sommer

Wie schön das ist: Die Stiefel sind eingemottet, Sandalen und Ballerinas endlich wieder angesagt. Natürlich sollen die Füße jetzt gut aussehen. „Aber gerade an heißen Tagen ist es besonders wichtig, auf gute Hygiene und Pflege zu achten, damit die Füße fit und gesund durch den Sommer kommen“, sagt Dr. Eike ­Eymers, Ärztin im AOK-Bundesverband.

Barfußlaufen im Sand massiert die Füße und steigert das gesamte Wohlbefinden. | © BilderBox


Viele zigtausend Kilometer tragen sie uns im Laufe unseres Lebens, dabei stecken sie oft in schlecht sitzenden Schuhen und engen Strümpfen. Obwohl wir sie stark beanspruchen, schenken wir den Füßen viel weniger Aufmerksamkeit als anderen Stellen des Körpers: Wir waschen uns häufig die Hände, putzen uns mehrmals am Tag die Zähne und pflegen intensiv das Gesicht – die Füße dagegen bekommen meist nur einmal am Tag ganz nebenbei beim Duschen Wasser ab.

Und das, obwohl sie Schwerstarbeit leisten und noch dazu auf jedem einzelnen Quadratzentimeter 360 Schweißdrüsen haben – gerade zur Sommerzeit kann hier also richtig was los sein. „Gute Belüftung, Hygiene und das richtige Schuhwerk sind jetzt enorm wichtig. Und das nicht nur, wenn man unter Schweißfüßen leidet“, sagt Eymers.

Gute Pflege

Die gute Pflege der Füße beginnt schon am Morgen:

  • Waschen Sie Ihre Füße gründlich auch zwischen den Zehenräumen mit einer Seife, die die Haut nicht angreift.
  • Ganz wichtig: Trocknen Sie sie anschließend sehr gründlich ab, auch zwischen den Zehen. Denken Sie auch an die Stelle, wo der kleine Zeh die Fußsohle berührt – sie vergisst man allzu leicht. Wer besonders empfänglich für Fußpilz ist, kann sich die Fußzwischenräume auch fönen. Aber Achtung: nicht zu heiß.
  • Benutzen Sie am besten aus hygienischen Gründen zum Abtrocknen der Füße ein Extra-Handtuch. Wechseln Sie es täglich. Ziehen Sie immer erst dann Socken nach dem Eincremen der Füße an, wenn die Creme vollständig eingezogen ist. Es dürfen keine feuchten Stellen zurückbleiben.


Saubere und gut gepflegte Füße sind das eine, genauso wichtig ist aber die richtige Ausstattung rund um den Fuß. Achten Sie dabei auf Folgendes:

  • Socken oder Füßlinge sollten niemals zu eng sein und täglich gewechselt werden. Auf jeden Fall sollten die Socken aus Baumwolle, Wolle oder atmungsaktivem anderen Material sein, damit sich Wärme und Feuchtigkeit nicht stauen können.
  • Die Schuhe dürfen ebenfalls nicht zu eng sein.
  • Wechseln Sie Ihre Schuhe möglichst täglich. Falls sich die Sohlen herausnehmen lassen, sollten Sie das auf jeden Fall tun. Lüften Sie Ihre Schuhe immer einen Tag vor dem nächsten Tragen, am besten draußen an der frischen Luft.
  • Laufen Sie gerne barfuß in Ihren Schuhen? Das sollten Sie höchstens in Lederschuhen oder mit waschbaren Einlegesohlen tun.

Lederschuhe

Die meisten Experten raten in der Regel zu Lederschuhen, weil sie sich am besten den Bedürfnissen des Fußes anpassen. „Wer unbedingt Schuhe und Socken aus synthetischen Materialien tragen möchte oder muss, wie beispielsweise Laufschuhe, der sollte umso penibler auf anschließende Hygiene rund um Schuhe und Füße achten“, sagt Eymers. Sportschuhe kann man in der Regel in der Maschine waschen.

Unterschiedliche Ansichten kursieren darüber, bei welchen Temperaturen Socken und Fußhandtücher zu waschen sind. „Wechseln und Lüften sind erst einmal das A und O“, so Eymers. Wer gesunde Füße hat, kann Socken und Handtücher getrost bei 30 Grad waschen. Dabei werden zwar nicht alle Keime abgetötet, aber ein gesunder Fuß verträgt das. Wer zu Fußpilz neigt oder bereits einen hat, sollte diese Wäsche allerdings bei 60 Grad und am besten mit einem zusätzlichen Bleichmittel waschen. „Mindestens genauso wichtig ist es allerdings, die Waschmaschine selbst sauber zu halten. Im Restwasser und an den Dichtungen verstecken sich oft regelrechte Keimnester“, sagt Eymers.

Mehr noch als im Winter sind im Sommer Schweißfüße für viele Menschen ein lästiges Problem. Sorgfältige Hygiene, häufiges Wechseln von Schuhen und Socken gehören zum Standardprogramm. Darüber hinaus gibt es Fuß-Deos, die den Geruch etwas vermindern, aber auch keine Wunder wirken können. Manche Betroffene empfinden Fußpuder als hilfreich, das den Schweiß aufsaugt und außerdem einen angenehmeren Geruch verbreitet.

Hilfreich können auch Fußbäder mit Eichenrinde sein, die man als fertige Zusätze oder zum Selbermachen bekommt, zum Beispiel in der Apotheke.

So machen Sie das Bad selbst:

  • Zwei bis drei Hände voll Eichenrinde auf drei Liter Wasser geben und 20 bis 30 Minuten kochen.
  • Den Sud herausfiltern und das Bad abkühlen lassen.
  • Die Füße etwa 15 Minuten darin baden und die Behandlung mehrmals in der Woche wiederholen.


Ob trockene Füße, Schweißfüße, normale oder empfindliche Füße – manche Tipps und Vorsichtsmaßnahmen gelten einfach für alle. Dazu gehört es beispielsweise, an Orten wie Schwimmbädern und Saunen immer Badelatschen zu tragen. Hier wimmelt es von Keimen, die nur darauf warten, sich in der feuchten Haut einzunisten. „Nicht nur wohltuend, sondern auch gesund für die Füße ist es außerdem, so oft wie möglich barfuß zu laufen“, sagt Ärztin Eymers. Das belüftet die Füße nicht nur ordentlich, sondern massiert sie auch und steigert so das gesamte Wohlbefinden.

Schlagworte Fußpflege | Fußschweiß | Fußpilz

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