Corona und die Auswirkungen

Das Virus hält die Welt weiter in Atem – das Ziel ist, die Ausbreitung zu verlangsamen.

Das neuartige Coronavirus breitet sich weltweit und in Deutschland immer weiter aus. Großveranstaltungen wurden abgesagt, Schulen und Kindergärten geschlossen, häusliche Quarantäne oder Heimarbeit verordnet. In Pflegeheimen und Krankenhäusern gelten strikte Anordnungen. Viele Läden sind dicht. Doch das hat gute Gründe: Solche Maßnahmen können die Epidemie verlang­samen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft auf einen langsamen Seuchenverlauf, damit die Gesundheitssysteme nicht an ihre Leistungsgrenze stoßen. Es geht da­rum, einen Engpass in der Intensiv­medizin zu vermeiden, um Ältere und chronisch Kranke zu schützen. Denn das Coronavirus ist Experten zufolge vor allem für über 65-Jährige insbesondere mit Vorerkrankungen gefährlich.

In über 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus mild. In einigen Fällen endet sie jedoch tödlich, auch in Deutschland starben mehrere Personen. Patienten bekommen unter anderem Atemprobleme oder eine Lungenentzündung.

Es ist davon auszugehen, dass Covid-19, so der Name der Erkrankung durch das Coronavirus, auch nach dem Frühjahr – anders als die Grippe oder andere Erkältungskrankheiten – ein Problem bleibt. Laut Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), ist vor 2021 nicht mit einem Impfstoff zu rechnen. Eine spezielle Therapie gibt es bislang nicht. Schwer erkrankte Patienten werden symp­tomatisch behandelt: mit fiebersenkenden Mitteln und mechanischer Beatmung. Noch gesunden Bürgerinnen und Bürgern, die älter als 70 Jahre sind, rät das Bundesgesundheitsministerium, sich gegen Pneu­mo­kokken impfen zu lassen.

Zum Schutz vor dem Virus empfehlen Experten gewöhnliche ­Hygienemaßnahmen: Hände waschen, Abstand zu Erkrankten halten, Umarmungen und Händeschütteln unterlassen. Wer Symptome hat und befürchtet, an Covid-19 erkrankt zu sein, soll auf keinen Fall direkt in eine Praxis oder Notaufnahme gehen, sondern sich zunächst telefonisch bei seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt melden. Möglich ist es auch, die bundesweite Service-Telefonnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu wählen. Dieser ist bundesweit kostenlos über Handy und Festnetz erreichbar.

Eine Übersicht über die betroffenen Gebiete in Deutschland bietet das Robert Koch-Institut unter rki.de. Informationen gibt es bei diesen Hotlines:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 0 11 77 22

Bundesministerium für Gesundheit: (0 30) 3 46 46 51 00

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax (0 30) 3 40 60 66-07, E-Mail info.deaf@bmg.bund.de und info.gehoerlos@bmg.bund.de

Gebärdentelefon: www.gebaerdentelefon.de/bmg


Petra J. Huschke

Schlagworte Corona

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