Nicht auf Kosten der Patienten

VdK: finanzielle Nachteile verhindern

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Für einen Platz in der Reha-Klinik kann es derzeit lange Wartelisten geben. Die Corona-Pandemie hat die Situation verschärft. Der VdK spricht von einem regelrechten Reha-Stau, der erst aufgelöst werden muss. Den Patienten dürfen daraus keinerlei Nachteile entstehen, auch nicht in finanzieller Hinsicht, fordert der VdK. Viele Einrichtungen nehmen noch immer weniger Rehabilitanden auf als üblich. Die Wartelisten werden nach und nach abgearbeitet. Für die Betroffenen keine einfache Situation.

Gesundheitliche Auswirkungen sind aber nur die eine Seite. Der VdK sieht auch die möglichen finanziellen Folgen, wenn Maßnahmen verschoben werden. Dass Patientinnen und Patienten keinerlei Nachteile haben dürfen, ist für VdK-Präsidentin Verena Bentele klar. Sie hat sich deshalb in zwei Briefen an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundessozialminister Hubertus Heil gewandt. Ihre Forderung: Es muss Lösungen geben, wenn etwa Krankengeld oder Arbeitslosengeld I auslaufen oder die Rente betroffen wäre. Die Antwort von Bundesminister Heil kann zumindest für Mitglieder mit einer befristeten Erwerbsminderungsrente beruhigend sein: Ihre Rente könne „abhängig vom konkreten Einzelfall zunächst pauschal weitergezahlt“ werden, falls sie die Reha erst später antreten können.

Auch bei den Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kuren macht sich die Corona-Pandemie bemerkbar. Viele Eltern, besonders aber die ­Mütter, haben sich zwischen Erwerbsarbeit, Kindererziehung und ­Homeschooling, Haushalt und Pflege aufgerieben. Eine Kur könnte ihnen helfen, aber einen Anspruch darauf haben Eltern nur alle vier Jahre. Deshalb fordert der VdK, die Corona-Krise als Härtefall für Kuren anzuerkennen.

ken

Rehabilitation vereinfacht neu beantragen

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurde empfohlen, Neuaufnahmen zur stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation in allen Reha-Kliniken solange auszusetzen, wie die von der Bundesregierung ausgesprochenen Beschränkungen sozialer Kontakte gelten. Auch wurden Reha-Leistungen aufgrund behördlicher Maßnahmen vorzeitig beendet oder von den Rehabilitanden auf eigenen Wunsch abgebrochen. In beiden Fällen bietet die Rentenversicherung an, die Reha zu einem späteren Zeitpunkt vereinfacht neu zu beantragen.

Hierfür hat die Deutsche Rentenversicherung das Formular G0101 entwickelt. Mehr dazu erfahren Sie in diesem VdK-TV Beitrag.

Schlagworte Reha

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    30.03.2020

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