Enger zusammenkommen

Dank Corona soll Zahl der Geburten steigen

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Mehr Zeit zu Hause – mehr Lust, um Nachwuchs zu zeugen? Mancherorts wird schon von einer deutlichen Zunahme an Schwangerschaften im Corona-Jahr erzählt.

Es ist eine viel zitierte Legende: Als am 9. November 1965 ein kompletter Stromausfall Millionen Menschen in New York für zwölf Stunden ins Dunkle tauchte, kamen neun Monate später viel mehr Babys als sonst zur Welt. 1970 wurde diese Geschichte leider entzaubert. Normale statistische Abweichungen seien das gewesen, schrieb Wissenschaftler J. Richard Udry in der Fachzeitschrift „Demography“. Dennoch hält sich dieser Mythos bis heute.

Die „Corona-Babys“ könnten ebenfalls zu einer solchen Legende werden. Schon seit einigen Wochen berichten Medien aus allen deutschen Regionen von einer deutlichen Zunahme an Schwangerschaften und belegen dies mit Zitaten örtlicher Frauen­ärzte und Hebammen.

Leider könnte auch aus dieser schönen Geschichte nichts werden. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) geht nach einem Bericht der dpa jedenfalls nicht von einem Corona-Babyboom aus. In Einzelfällen sei der lang gehegte Kinderwunsch vielleicht in die Tat umgesetzt worden, weil Paare „mehr Zeit und Gelassenheit hatten“, mutmaßt BVF-Präsident Christian Albring. An Zahlen festmachen ließe sich das aber noch nicht. Er rechnet eher damit, dass die finanziellen Unsicherheiten, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben, dazu führen, dass mancher Kinderwunsch erst einmal zurückgestellt wird.

Schneechaos-Kinder

Um die Romantik zum Schluss noch zu retten, hier die Geschichte der „Schneechaos-Kinder“ aus dem Münsterland: Dort tobte im November 2009 ein Schneesturm und sorgte für tagelangen Stromausfall. Im September 2010 verzeichneten die Kreise Steinfurt, Borken und Coesfeld deutlich mehr Geburten als sonst, berichteten die Standesämter.

bsc

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    30.03.2020

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