8. Dezember 2022
SOZIALE GERECHTIGKEIT

Geldsorgen bestimmen Ängste der Deutschen

Corona, Inflation und Krieg – eine Krise folgt der nächsten. Was den Bürgerinnen und Bürgern die größten Sorgen bereitet, hat die Versicherung R+V in der von ihr in Auftrag gegebenen Studie „Die Ängste der Deutschen“ untersucht.

Symbolfoto: Frau sitzt auf dem Sofa, liest einen Brief, schaut bedrückt und fasst sich mit der Hand an die Stirn
© IMAGO / Shotshop

Auf Platz eins der Studie steht mit 67 Prozent die Angst vor den steigenden Lebenshaltungskosten. Sie zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Im Vergleich zur letzten Befragung ist sie um
17 Prozentpunkte gestiegen.

Auch auf den Plätzen zwei und drei geht es ums Geld: Dass Wohnen unbezahlbar wird, fürchten 58 Prozent. Fast genauso viele Menschen, rund 57 Prozent, macht es Angst, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert.

Auf Platz vier stehen Steuererhöhungen und Leistungskürzungen infolge der Corona-Pandemie. Darüber machen sich 52 Prozent der Befragten Sorgen. Im Jahr 2021 lag dieses Thema mit 53 Prozent noch auf Platz eins. Dass die Steuerzahlerinnen und -zahler für die EU-Schuldenkrise aufkommen müssen, treibt 51 Prozent der Befragten um (Platz fünf). 49 Prozent fürchten sich davor, dass Naturkatastrophen und Wetterextreme zunehmen (Platz sechs), 47 Prozent vor einem Krieg (Platz sieben).

Dass sich viele Menschen große Sorgen wegen der hohen finanziellen Belastungen machen, weiß auch VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Gerade Menschen mit kleinen Einkommen und Renten brauchen in diesen schwierigen Zeiten mehr Unterstützung“, sagt sie. Zudem fordert sie, dass die Kosten der Krise sozial gerecht verteilt werden. Der VdK schlägt deshalb eine einmalige Vermögensabgabe für Personen und Betriebe mit großem Vermögen vor. Selbst bewohnte Immobilien würden ausgenommen. „Die Einnahmen in Milliardenhöhe könnten für weitere Hilfen und zur Refinanzierung der Krise verwendet werden.“

Seit 1992 befragt das R+V-Infocenter die Deutschen nach ihren Sorgen. Für die 31. Studie „Die Ängste der Deutschen“ wurden 2400 persönliche Interviews mit Männern und Frauen im Alter ab 14 Jahren ausgewertet.

Ken


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