Anerkennung für pflegende Rentner*innen!

Resolution der Bundesfrauenkonferenz des Sozialverbands VdK vom 18. Oktober 2019

Das Bild zeigt die Teilnehmerinnen der Bundesfrauenkonferenz mit Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschlands
Verantwortung übernehmen, aktiv werden, sich einbringen: Die VdK-Bundeskonferenz der Frauen findet alljährlich statt. | © VdK

Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen in Deutschland wird durch Angehörige gepflegt. Rund 70 Prozent der pflegenden Personen sind Frauen, jede Dritte davon ist bereits im Rentenalter. Sie kümmern sich um pflegebedürftige Partner, Eltern und Kinder.

Pflege ist eine sehr wichtige und unerlässliche Aufgabe. Sie liegt in der Verantwor-tung der gesamten Gesellschaft. Pflegende Angehörige verdienen besondere gesellschaftliche Wertschätzung.
Derzeit erhalten pflegende Personen für ihre Pflegearbeit bis zu einem Entgeltpunkt für ihre Rente. Sie können dadurch ihre Rente aufbessern. Die Teilnehmerinnen der VdK-Bundesfrauenkonferenz kritisieren, dass dies jedoch nicht für Pflegende gilt, die bereits verrentet sind.

Mit der unentgeltlichen Pflege der Angehörigen wird ein unschätzbarer Dienst am Sozialstaat geleistet. Durch den Erwerb von Entgeltpunkten erfolgt eine Honorierung der pflegenden Angehörigen auch im Rentenalter. Außerdem sind die Angehörigen besser abgesichert, wenn die Pflegearbeit beendet ist.
Pflegende Rentner*innen können seit 2017 zwar durch einen „Trick“ Entgeltpunkte für ihre Pflegeleistung bekommen. Dafür müssen sie ihre Altersrente um wenigstens einen Prozentpunkt reduzieren. Da diese Möglichkeit politisch nicht beabsichtigt war, ist sie vielen nicht bekannt. Von Seiten der Politik gibt es zudem Überlegungen, diese Lücke zu schließen.

Die Teilnehmerinnen der VdK-Bundesfrauenkonferenz fordern die politisch Verantwortlichen auf, die unentgeltliche Pflegearbeit von Rentner*innen regulär rentenrechtlich anzuerkennen. Sie müssen genauso viele Entgeltpunkte für ihre Rente gutgeschrieben bekommen, wie es bei nicht verrenteten Pflegepersonen der Fall ist. Eine Reduzierung der Altersrente darf dafür keine Voraussetzung sein.

FRAUEN
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen der Bundeskonferenz der Frauen im VdK, die im Oktober 2018 in Berlin tagte
Rund 50 Prozent der Ehrenamtlichen im VdK sind Frauen. Mehr als 30 Frauen aus dem VdK diskutierten auf einer Jahrestagung unter anderem über Altersarmut.

  • Sozialrecht
    Ob Rente, Gesundheit und Pflege, Teilhabe und Behinderung, Leben im Alter oder soziale Sicherung: Der Sozialverband VdK ist für seine Mitglieder ein kompetenter Ratgeber und Helfer in allen sozialrechtlichen Belangen. | weiter
  • Rente
    Der VdK will die Rente zukunftssicher machen und Altersarmut verhindern. Lesen Sie hier alles rund um die Themen Rente, Alterssicherung und unsere rentenpolitischen Forderungen. | weiter
  • Behinderung
    Der VdK setzt sich für gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen ein. Lesen Sie mehr zu Inklusion, Behindertenpolitik und Barrierefreiheit. | weiter
  • Pflege
    Wir finden: Die Situation Pflegebedürftiger und Pflegender muss sich dringend verbessern. Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegepolitik, pflegende Angehörige, häusliche Pflege und Pflegeleistungen. | weiter
  • Gesundheit
    Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das an den Bedarfen der Menschen ausgerichtet ist. Lesen Sie mehr zu Gesundheitspolitik, Prävention, Gesundheitsleistungen, Hilfsmitteln und Versorgung. | weiter
  • Soziale Gerechtigkeit
    Rund 15,3 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das ist fast jeder Fünfte! Der Sozialverband VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit und setzt sich gegen die fortschreitende soziale Spaltung ein. | weiter
  • Frauen
    Frauen erhalten 49 Prozent weniger Einkommen und 53 Prozent weniger Rente als Männer. Der Sozialverband VdK setzt sich für mehr Gerechtigkeit für Frauen ein, kämpft für Gleichberechtigung und Gleichstellung. | weiter
  • Familie
    Wir brauchen Verlässlichkeit für Familien. Der VdK setzt sich unter anderem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, für familiengerechte Arbeitszeiten, den Ausbau der Kinderbetreuung und für ein Rückkehrrecht in Vollzeit. | weiter
  • Reha
    Krankheit, Unfall, Klinikaufenthalt: Die Rehabilitation setzt dort an, wo die Selbstbestimmung eines Menschen gefährdet ist. | weiter
  • Verena Benteles Lichtblicke
    Die neue Tagebuch-Kolumne der VdK-Präsidentin. Positiv und persönlich: Mit ihrer Kolumne 'Verenas Lichtblick' will sie Leserinnen und Lesern, auch in Zeiten von Corona, Hoffnung machen. | weiter
    30.03.2020

Armut ist eine der größten sozialen Katastrophen im Land.

Wir sagen Ihnen, was Ihnen laut Sozialrecht zusteht und kämpfen für Ihr Recht. Bundesweit. Jetzt Beratung vereinbaren!

Der VdK
Eine Frau gibt einer anderen Frau zur Begrüßung die Hand. Sie stehen am Eingang eines Gebäudes mit der Aufschrift "VdK Service Point"
Finden Sie mit der Beratungsstellen-Suche die nächste Rechtsberatungsstelle des Sozialverbands VdK - auch in Ihrer Nähe!
Der VdK
Symbolfoto: Zwei Frauen und ein Mann ziehen gemeinsam an einem Seil, an dessen Ende auch jemand zieht.
Wir machen uns stark für soziale Gerechtigkeit. Wir vertreten Ihre sozialpolitischen Interessen und kämpfen für Ihre Rechte. Unsere Stärke: Unabhängigkeit und Neutralität.

Presse
Das Bild zeigt einen Bildschirm, auf dem Googlemail geöffnet ist
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.