Pflege: Anstieg der Eigenanteile stoppen

Mehr Personal in der stationären Pflege darf nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen.

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Der ­Sozialverband VdK fordert, die Eigenanteile vom steigenden Personalbedarf abzukoppeln. Das gelingt nur durch eine Reform der gesetz­lichen Pflegeversicherung.

Dass mehr Personal in der stationären Pflege gebraucht wird, liegt auf der Hand. Wissenschaftler arbeiten derzeit an einem Instrument, das den Personalbedarf ermittelt und das modellhaft eingeführt werden soll.

VdK-Präsidentin Verena Bentele sieht die große Gefahr, dass Pflegebedürftige künftig noch stärker finanziell belastet werden. Schon jetzt müssen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen für einen Platz im Pflegeheim durchschnittlich rund 2000 Euro im Monat aus eigener Tasche zahlen. „Das bringt die Familien an die finanziellen Grenzen und leider viel zu oft auch darüber hinaus“, so Bentele. Ein Drittel aller Pflegeheimbewohner bekommt heute Sozialhilfe.

Der VdK sieht deshalb nur einen Ausweg: die Einführung der Pflegevollversicherung, die durch einen steuerfinanzierten Bundeszuschuss und eine moderate Anhebung des Beitragssatzes finanziert wird. Nur so werden sämtliche pflegebedingten Kosten abgedeckt. Dann werden Pflegebedürftige davor bewahrt, durch die Kosten für ihre Pflege in die Armut abzurutschen.

ikl

Schlagworte Pflege | Eigenanteile

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