Verenas Lichtblick am 24.07.20

Sehnsuchtsorte, handfeste Hilfen und handfeste Drinks, darum geht heute in der wöchentlichen Kolumne der VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Das Bild zeigt Verena Bentele
© VdK / Susie Knoll

Liebes Tagebuch,

die Beiträge und Berichte in allen Medien kreisen derzeit um Urlaub. Urlaub daheim? Kann man mal machen, obwohl die schönen Plätze, Seen und Berge auch schon relativ voll sind. Urlaub im Ausland? Kann man mal machen, jedoch sind dann vielleicht zwei Wochen Quarantäne und ein Corona-Test die Folge.
Also: Lassen Sie uns doch von der spanischen Küste oder den Palmen im Südsee-Wind träumen, das ist risikoärmer. Wobei, heute vor 105 Jahren, im Jahr 1895 hat Sigmund Freud zum ersten Mal erfolgreich einen kompletten Traum gedeutet. Ob und wie frei von Risiken und Nebenwirkungen also ein Urlaubstraum ist, ist eine Frage, deren Antwort ich nicht so einfach liefern kann. Vielleicht würde eine Antwort leichter fallen in einer sehr leeren Stadt, ohne Schlangen vor Museen oder Kirchen.

Um das zu testen, müsste ich also nach Rom fahren. Dort leidet die Tourismus- und Hotelbranche wegen der Corona-Pandemie. Von einem Einbruch von ungeahnten Dimensionen ist die Rede. Obwohl viele europäische Grenzen wieder offen sind, fehlen den Hotels und Pensionen in Italiens Hauptstadt die ausländischen Gäste. 99 Prozent weniger Ankünfte gab es im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Hotelmanager zählten insgesamt nur 6300 Ankünfte von Ausländern.

Was also tun? Zu Hause bleiben oder schnell nach Rom fahren der Leere wegen? Nebenbei wäre das ja auch eine handfeste finanzielle Unterstützung der notleidenden Hoteliers vor Ort.

Um Finanzhilfen geht es momentan ja auch in der Europäischen Union. Hilfen für die Länder, die arg von der Corona-Pandemie gebeutelt wurden. Während unsereins sich mit Fragen der perfekten Erholung im Sommerloch beschäftigt, bleibt den Politikerinnen und Politikern auf EU-Ebene grad keine Zeit, um über Urlaubsträume nachzudenken.

Umso besser, wenn am Ende nicht ein Traum von der EU, sondern ein Versprechen an zukünftige Generationen für ein solidarisches und geeintes Europa steht. Das werde ich mit Spannung beobachten, via Internet, Tageszeitung, TV oder Radio. Aber wohl eher nicht auf einer Liege unter einer Südsee-Palme. Und auch nicht in Rom, weil es mir da viel zu heiß ist um diese Zeit.

Meine Herausforderung des Tages:

Social Dry Gin probieren. Mit diesem in nur wenigen Wochen entwickelten Produkt, dem Quarantini Social Dry Gin, wollen die zwei Macher in schwierigen Zeiten für die Gastronomie und den lokalen inhabergeführten Einzelhandel etwas Gutes tun. Pro verkaufter Flasche spenden die zwei Macher fünf Euro an eine vom Käufer ausgewählte Lieblingslocation. Da trinke ich drauf. Prost allerseits!

Verena Bentele

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    30.03.2020

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