29. Januar 2021
GESUNDHEIT

Wenn sich alles dreht

Medikamente können Schwindel verursachen

Das Bild zeigt ein Karrussel mit Bewegungsunschärfe
© Unsplash

Der Boden schwankt, es wird schummerig vor den Augen und die Welt gerät aus dem Gleichgewicht. Schwindel ist ein weit verbreitetes Phänomen. Häufig sind ältere Menschen betroffen. Die Ursachen sind vielfältig.
Nicht jeder Schwindel vergeht von selbst. Neben Kopf- und Rückenschmerzen ist er sogar einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen ihren Arzt aufsuchen. Fast jeder Dritte leidet mindestens einmal in seinem Leben unter einer Schwindelattacke. Bei den über 65-Jährigen sind es noch mehr.

Treten Schwindelanfälle häufiger auf oder dauern sie länger an, sollten Betroffene zum Arzt gehen. Er wird versuchen, die Auslöser zu finden. Das können organische Ursachen sein. Aber auch Medikamente können das taumelige Gefühl auslösen.

Ältere Menschen leiden oft an mehreren chronischen Erkrankungen, die vom Arzt behandelt werden, wie etwa hoher Blutdruck, Diabetes, Arthrose, Osteoporose oder Rheuma. Sie nehmen eine Reihe unterschiedlicher Tabletten oder Tropfen ein. Hinzu kommen andere rezeptfreie Medikamente.

Zwischen den unterschiedlichen Wirkstoffen all dieser Arzneien sind Wechselwirkungen möglich. Führen sie im zentralen Nervensystem zu unerwünschten Effekten, spricht man von einem „anticholinergen Syndrom“. Neben Sehstörungen, Verwirrtheit oder einem instabilen Kreislauf kann dann auch Schwindel auftreten.

Deshalb ist es wichtig, dass Patientinnen und Patienten den Arzt auf alle Medikamente hinweisen, die sie einnehmen. Nur dann kann er Arzneien verschreiben, die möglichst wenig Neben- oder Wechselwirkungen haben. Aber Betroffene können auch selbst etwas beitragen: Bewegung und spezielle Übungen stärken das Gleichgewichtssystem. Damit können gerade Ältere Stürzen infolge von Schwindel vorbeugen.

ken

Schlagworte Schwindel | Gesundheit

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