16. Februar 2021
GESUNDHEIT

Heuschnupfen plagt immer mehr Senioren

Schnelle Behandlung ist wichtig – Klimawandel verlängert die Leidenszeit

Eine blühende weiße Blume mit ausgeprägtem Stempel
© unsplash

Die Zeit, in der Menschen mit ­Heuschnupfen im Winter durchatmen können, wird immer kürzer. In milden Wintern fliegen sogar oft schon im Januar oder Februar die ersten Pollen von Hasel oder Erle und sorgen für triefende Nasen und tränende Augen. Gerade Seniorinnen und Senioren leiden zunehmend unter Pollenallergien.

In Deutschland wird bei 15 Prozent der Erwachsenen im Lauf ihres Lebens ein Heuschnupfen diagnostiziert. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts sind Frauen mit 16,5 Prozent häufiger betroffen als Männer (13 Prozent). Insbesondere ältere Menschen leiden immer öfter unter Heuschnupfen. Das belegt eine Analyse eigener Versicherungsdaten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Demnach ist in der Altersgruppe zwischen 65 und 79 Jahren die Zahl der Betroffenen seit 2018 um 43 Prozent gestiegen. Bei Senioren ab 80 Jahren haben sich laut KKH die Zahlen mehr als verdoppelt.

Großen Einfluss auf die Wirkung der Pollen hat die Luftverschmutzung. In Großstädten beschleunigt Kohlenstoffdioxid das Pflanzenwachstum und die Pollenproduktion. Und wenn sich Schadstoffe wie Ozon oder Feinstaub an den Pollen anlagern, werden diese zunehmend aggressiver. Sie lösen dann auch bei älteren Menschen allergische Reaktionen aus, die vorher keine Probleme hatten – vor allem, wenn das Immunsystem ohnehin schon geschwächt ist, etwa durch andere Krankheiten.

Eine Pollenallergie äußert sich in erster Linie durch Niesen und Augenjucken. Es können auch grippeähnliche Symptome wie Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit auftreten. Ob es sich um eine Erkältung oder Heuschnupfen handelt, lässt sich am besten durch einen Hauttest oder einen Bluttest herausfinden.

Das schnelle Erkennen und Behandeln ist wichtig, damit aus einem Heuschnupfen kein allergisches Asthma wird. Vor allem bei Senioren ist Vorsicht geboten, erst recht, wenn sie bereits ein angeschlagenes Bronchialsystem haben. Kommen dann noch Heuschnupfen und Asthma hinzu, kann das deutlich schlimmere Auswirkungen haben als bei jungen Menschen.

Jörg Ciszewski

Schlagworte Heuschnupfen | Allergie | Gesundheit | Klima

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