6. März 2018
FRAUEN

Internationaler Frauentag: VdK sieht Frauen nach wie vor benachteiligt

Vor 100 Jahren erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Doch auch zum Internationalen Frauentag am 8. März 2018 ist die Gleichberechtigung noch längst nicht überall angekommen. Und das, obwohl ohne Frauen nichts geht, sei es in der Familie oder in der Gesellschaft.

Drei Frauengenerationen sitzen lächend auf einer Parkbank.
Von vergangenen Jahrzehnten bis heute: Was haben Frauen erreicht? | © imago/Daniel Ingold

Obwohl Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer, sind sie ihnen in vielen Bereichen noch nicht gleichgestellt, im Gegenteil. „Es gibt noch viel zu tun, damit Frauen nicht benachteiligt sind“, betont denn auch Carin E. Hinsinger, VdK-Vizepräsidentin und Vorsitzende der VdK-Bundesfrauenkonferenz.

Als Beispiel nennt Hinsinger die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Frauen verdienen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer. Dabei müssen sie für die Kindererziehung und oft auch für die Pflege der Eltern Abstriche bei der Karriere machen. Im Alter zahlen die Frauen dann einen hohen Preis, denn dann erhalten sie häufig eine geringe Rente und sind in der Folge besonders armutsgefährdet.

Frauenarmut: Höhere Löhne führen zu höheren Renten

„Damit Frauen im Erwerbsleben die Chance haben, eine vernünftige Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erwirtschaften, brauchen wir höhere Löhne“, so die VdK-Vizepräsidentin. Begrüßenswert sei, dass es künftig weniger befristete Arbeitsverhältnisse geben soll. Außerdem muss der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagesschulen viel energischer betrieben werden. Auch die Pflege sei nach wie vor Frauensache. Deshalb müsse eine Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige, ähnlich wie das Elterngeld, und eine bessere rentenrechtliche Anerkennung für Pflege durchgesetzt werden.

Frauen im Sozialverband VdK

Im Sozialverband VdK waren und sind Frauen wichtig und stark: als Mitglieder, als ehrenamtliche und als hauptamtliche Mitarbeiterinnen. Über 40 Prozent der mehr als 1,8 Millionen VdK-Mitglieder sind weiblich. Ehrenamtliche Vertreterinnen nehmen einmal im Jahr an der Bundesfrauenkonferenz des VdK teil. Die Vertreterinnen kommen aus den Landesverbänden, dem Bundesausschuss und dem Präsidium des VdK, die Bundesfrauenkonferenz ist das oberste Gremium im Verband. Die Bundesfrauenkonferenz befasst sich mit frauenpolitischen Aspekten in der Arbeitswelt, den Bereichen Gesundheit, Soziales, Familie und Pflege, und gibt der Vereinsarbeit wichtige sozialpolitische Impulse.

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ikl

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