5. Juni 2019
BEHINDERUNG

E-Scooter nicht auf Gehwegen

Bundesrat greift VdK-Forderung auf

Der VdK hatte eindringlich davor gewarnt, dass Elektrokleinstfahrzeuge, zum Beispiel E-Scooter, auf Gehwegen fahren oder parken dürfen. Der Bundesrat hat die Forderung des VdK aufgegriffen – ein großer Erfolg für den VdK.

Symbolfoto: Viele E-Scooter stehen nebeneinander aufgereiht auf einem Platz.
© imago images / Markus Heine

E-Tretroller oder E-Scooter dürfen nicht auf Gehwegen und in Fußgängerzonen, sondern ausschließlich auf Radwegen und Radfahrstreifen fahren. Diese Entscheidung begrüßt der Sozialverband VdK. Zum Führen der kleinen, wendigen Flitzer sind dem Bundesrat zufolge auch nur Personen berechtigt, die das 14. Lebensjahr vollendet haben. Er orientiert sich damit daran, dass auch Pedelecs durch Kinder unter 14 Jahren nicht benutzt werden sollten. Die vorgesehenen Regeln wollen die Länder allgemein auf sämtliche Roller bis zu 20 km/h bezogen wissen. Die Roller müssen bremsen können, steuerbar sein und wie Fahrräder eine Beleuchtungsanlage haben.

„Der Gehweg muss Fußgängerinnen und Fußgängern als fahrzeugfreier und sicherer Raum vorbehalten sein“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. E-Fahrzeuge, selbst wenn sie unter 12 km/h fahren, seien eine deutliche Gefahrenquelle gerade für ältere Menschen, für Menschen mit Behinderung und für Kinder. Diese Fahrzeuge sind sehr leise und können daher leicht überhört werden. Dies gefährdet die Sicherheit der schutzbedürftigsten Verkehrsteilnehmer und führt zu einer deutlich erhöhten Unfallgefahr.

„Wer zu Fuß unterwegs ist, darf keine Angst davor haben müssen, von einem solchen Scooter überholt, geschnitten oder umgefahren zu werden“, so die VdK-Präsidentin. Auf der Straße seien Elektrokleinstfahrzeuge als umweltfreundliches und praktisches Fortbewegungsmittel zu begrüßen. Dort schränken sie die Mobilität aller, die die Gehwege nutzen, nicht ein und stellen keine Gefährdung dar.

Der Bundesrat geht davon aus, dass es durch die neuen Zulassungsregeln auf Radverkehrswegen zu einer deutlichen Zunahme der Nutzung von Fahrzeugen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten kommt.


VdK-TV: E-Scooter, Rollstuhl, Rollator - Welche Regeln gelten im Bus?

Barrierefreiheit und uneingeschränkte Mobilität im öffentlichen Nahverkehr sind für Menschen mit Behinderung leider nicht immer selbstverständlich. Welche E-Scooter-Modelle dürfen mit in den Bus? Und wie sieht es mit Rollatoren und Rollstühlen aus?

ikl

Schlagworte Elektrokleinstfahrzeuge | Fußgänger | Behinderung | Ältere | Gefahr | E-Scooter | Tretroller

  • Sozialrecht
    Ob Rente, Gesundheit und Pflege, Teilhabe und Behinderung, Leben im Alter oder soziale Sicherung: Der Sozialverband VdK ist für seine Mitglieder ein kompetenter Ratgeber und Helfer in allen sozialrechtlichen Belangen. | weiter
  • Rente
    Der VdK will die Rente zukunftssicher machen und Altersarmut verhindern. Lesen Sie hier alles rund um die Themen Rente, Alterssicherung und unsere rentenpolitischen Forderungen. | weiter
  • Behinderung
    Der VdK setzt sich für gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen ein. Lesen Sie mehr zu Inklusion, Behindertenpolitik und Barrierefreiheit. | weiter
  • Pflege
    Wir finden: Die Situation Pflegebedürftiger und Pflegender muss sich dringend verbessern. Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegepolitik, pflegende Angehörige, häusliche Pflege und Pflegeleistungen. | weiter
  • Gesundheit
    Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das an den Bedarfen der Menschen ausgerichtet ist. Lesen Sie mehr zu Gesundheitspolitik, Prävention, Gesundheitsleistungen, Hilfsmitteln und Versorgung. | weiter
  • Soziale Gerechtigkeit
    Rund 15,3 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das ist fast jeder Fünfte! Der Sozialverband VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit und setzt sich gegen die fortschreitende soziale Spaltung ein. | weiter
  • Frauen
    Frauen erhalten 49 Prozent weniger Einkommen und 53 Prozent weniger Rente als Männer. Der Sozialverband VdK setzt sich für mehr Gerechtigkeit für Frauen ein, kämpft für Gleichberechtigung und Gleichstellung. | weiter
  • Familie
    Wir brauchen Verlässlichkeit für Familien. Der VdK setzt sich unter anderem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, für familiengerechte Arbeitszeiten, den Ausbau der Kinderbetreuung und für ein Rückkehrrecht in Vollzeit. | weiter
  • Reha
    Krankheit, Unfall, Klinikaufenthalt: Die Rehabilitation setzt dort an, wo die Selbstbestimmung eines Menschen gefährdet ist. | weiter
  • Verena Benteles Lichtblicke
    Die neue Tagebuch-Kolumne der VdK-Präsidentin. Positiv und persönlich: Mit ihrer Kolumne 'Verenas Lichtblick' will sie Leserinnen und Lesern, auch in Zeiten von Corona, Hoffnung machen. | weiter
    30.03.2020

Zu wenig Erwerbsminderungsrente?

Wir sagen Ihnen, was Ihnen laut Sozialrecht zusteht und kämpfen für Ihr Recht. Bundesweit. Jetzt Beratung vereinbaren!

Der VdK
Eine Frau gibt einer anderen Frau zur Begrüßung die Hand. Sie stehen am Eingang eines Gebäudes mit der Aufschrift "VdK Service Point"
Finden Sie mit der Beratungsstellen-Suche die nächste Rechtsberatungsstelle des Sozialverbands VdK - auch in Ihrer Nähe!
Der VdK
Symbolfoto: Zwei Frauen und ein Mann ziehen gemeinsam an einem Seil, an dessen Ende auch jemand zieht.
Wir machen uns stark für soziale Gerechtigkeit. Wir vertreten Ihre sozialpolitischen Interessen und kämpfen für Ihre Rechte. Unsere Stärke: Unabhängigkeit und Neutralität.

Presse
Das Bild zeigt einen Bildschirm, auf dem Googlemail geöffnet ist
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Informationen zu Sozialpolitik und Sozialrecht.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.