9. Juli 2018
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Pflege: Aufnahmestopp in jedem fünften Heim wegen Personalmangels

Der Mangel an Pflegekräften ist eklatant. Die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten 13000 neuen Stellen im Pflegebereich helfen kaum. Denn die Pflegestellen können gar nicht besetzt werden.

Ein Frau, die im Rollstuhl sitzt. Geschoben wird sie von einer Pflegerin.
In der Pflege fehlen viele Fachkräfte. Wie kann man das ändern? | © imago/Science Photo Library

Pflegeeinrichtungen in Deutschland haben ihr Limit erreicht. Das geht aus dem aktuellen „Pflegethermometer“ des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP) hervor. Die befragten Leitungskräfte gaben an, dass in den vergangenen drei Monaten 84 Prozent der Einrichtungen Anfragen zu Langzeitpflegeplätzen ablehnen mussten. Bei der Verfügbarkeit von Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeplätzen sieht es sogar noch schlechter aus.

Achillesferse ist das fehlende Personal. Notbesetzung ist vielerorts die Normalbesetzung. „Die Pflege braucht mehr Hände“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele fest. „Sonst läuft das System gegen die Wand.“ Mit 13 000 zusätzlichen Stellen in der medizinischen Behandlungspflege, finanziert durch die gesetzliche Krankenversicherung, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dem Mangel abhelfen. „Realistische Hochrechnungen gehen von einem Mehrbedarf von 60 000 Pflegefachkräften aus“, erklärt Bentele.

Fachkräftemangel: Image der Pflege verbessern

Doch woher nehmen? Schon jetzt sind laut DIP 17 000 Stellen in der Pflege offen. Wegen des Personalmangels verhängten 22 Prozent der befragten Einrichtungen in den vergangenen drei Monaten einen Aufnahmestopp. „Der Pflegeberuf muss sein schlechtes Image loswerden“, ist Bentele überzeugt. Sie fordert eine deutlich bessere Bezahlung und mehr Ausbildungsanreize sowie Zusatzangebote wie Personalwohnungen und Präventionsmaßnahmen in den Betrieben.

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bsc

Schlagworte Altenpflege | Pflegekräfte | Fachkräftemangel | Altenheim | Personalmangel

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