Sozialverband VdK Deutschland e.V.
14. Juni 2021
CORONA

Corona-Schutzimpfung

Stellungnahme des Sozialverbands VdK Deutschland e. V. zum Entwurf einer Neufassung der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV).

Stand: 20.5.2021

Mit der Neufassung der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus sollen die bislang geltenden Regelungen zur Priorität der Schutzimpfungen ab dem 7. Juni 2021 aufgehoben werden.

Zudem sollen künftig auch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sowie Privatärztinnen und Privatärzte gegen COVID-19 impfen können.

Bewertung des Sozialverbands VdK

Der VdK kritisiert die Aufhebung der Priorisierung stark. Noch immer sind viele Menschen aus den Prioritätsgruppen I und II nicht geimpft. Menschen mit chronischen Erkrankungen, hohem Alter und Behinderungen haben es häufig nicht so einfach einen Impftermin zu vereinbaren. Bei uns melden sich immer noch Mitglieder, die eigentlich schon eine Impfeinladung erhalten haben sollten, aber sich noch immer die Finger wund telefonieren.

Diese Menschen konkurrieren jetzt in den Hausarztpraxen mit allen anderen um Impftermine. Die Hausarztpraxen sind teilweise telefonisch nicht mehr erreichbar, auch nicht für „normale Termine“ oder Rezepte. Es sind erst 30 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

Der Anteil der Menschen über 65, mit chronischen Erkrankungen oder in einem medizinischen Beruf übersteigt diese Zahl deutlich. Wir schlagen daher vor, die Priorisierung beizubehalten, bis mindestens 50 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Die Länder könnten in sozialen Brennpunkten oder sonstigen Notlagen davon abweichen. Das wurde in der Vergangenheit bereits erfolgreich so gehandhabt.


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