1. März 2017
Rente

Mobil bleiben im Alter: Diese Helfer unterstützen dabei

Mit zunehmendem Alter nimmt die Mobilität ab. Schmerzende Gelenke, brüchige Knochen oder Gleichgewichtsstörungen machen es oft schwierig, sich zu bewegen und den Alltag zu meistern. Doch es gibt zahlreiche Hilfsmittel, die die Fortbewegung erleichtern.

Ein Rollator ermöglicht es Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, weiterhin aktiv zu sein. | © imago/Westend61

Das wohl gebräuchlichste Hilfsmittel, um trotz Schwierigkeiten weiterhin sicher auf den Beinen zu bleiben, ist der Rollator. Er mindert die Sturzgefahr, gleicht Unsicherheiten beim Gehen aus, erleichtert das Stehen und bietet einen Sitzplatz für Ruhepausen. Neben dem Standardmodell gibt es Rollatoren in vielen Ausführungen, die allerdings eine Zuzahlung kosten: beispielsweise leichte Gehwagen für Menschen mit geringer Muskelkraft oder stabile Varianten für Menschen mit Übergewicht. Wer gerne unterwegs ist, sollte einen Rollator wählen, der sich einfach transportieren lässt. Viele Gehhilfen können mit einem Handgriff zusammengeklappt und im Kofferraum des Autos verstaut werden.

Auch für die Wohnung gibt es Rollatoren. Sie sind sehr schmal und passen auch durch die Badezimmertür. Diese Indoor-Rollatoren bieten sich für Menschen mit Gehschwierigkeiten an, die zu Hause wohnen bleiben möchten, aber ihre Wohnung nicht mit breiteren Türen ausstatten können.

Mobilität im Alter: Treppen fahren statt laufen

Ein Treppenlift ist das geeignete Hilfsmittel für Menschen, die im eigenen Zuhause Stufen nur noch schwer bewältigen können. Grundsätzlich wird zwischen zwei Lifttypen unterschieden: dem Sitzlift und dem Plattformlift. Der Sitzlift transportiert den Benutzer auf einem Sitz ins höhere Stockwerk. Er ist meist mit einer Rücken- und zwei Armlehnen ausgestattet und eignet sich beispielsweise für Menschen mit Gelenk- oder schweren Atemwegserkrankungen. Auch Rollstuhlfahrer können ihn nutzen, „aber sie sollten noch in der Lage sein, ein bisschen zu laufen und sich umzusetzen“, empfiehlt Sara Fischer von der Fachstelle für Barrierefreiheit beim VdK Hessen-­Thüringen. Auf einem Plattformlift können Rollstühle befördert werden, aber auch andere Lasten, wie beispielsweise Einkaufstüten. Für den Außenbereich gibt es zudem Hublifte, die den Benutzer bequem Treppen überwinden lassen.

Da Treppenlifte je nach den baulichen Voraussetzungen teuer sein können, rät Fischer, sich vor der Anschaffung gut zu informieren und möglichst mehrere Angebote einzuholen. Auch sollte an beiden Enden der Treppe genügend Platz vorhanden sein: „Man muss beispielsweise noch einen Rollstuhl oder Rollator abstellen können.“ Beim Kauf sollte das Körpergewicht des Nutzers berücksichtigt werden. Auch das eigene Sicherheitsgefühl spielt eine Rolle. So gibt es beispielsweise Lifte mit Gurt für Menschen mit Gleichgewichtsstörungen.

Ältere Menschen: mehr Sicherheit durch Rampen

Auch Türschwellen können Barrieren sein. Um die Wohnung sicherer zu machen, bieten sich Schwellenrampen an. Sie sind aus Holz oder Kunststoff, können einfach montiert und ebenso einfach wieder entfernt werden.
Bei festen Rampen aus Metall oder Beton, die im Außenbereich installiert werden, spielt die Steigung eine große Rolle. Gesetzlich vorgeschrieben sind maximal sechs Prozent. Das heißt: Um eine Höhe von 36 Zentimetern zu überwinden, ist eine sechs Meter lange Rampe notwendig. „Oft scheitert das Vorhaben daran, dass nicht ausreichend Platz vorhanden ist“, weiß die VdK-Expertin aus Erfahrung. Rampen im Außenbereich sollten rutschfest, nach Möglichkeit überdacht und ausreichend beleuchtet sein.

Senioren: fit bleiben mit dem Fahrrad

Wer motorisch eingeschränkt ist, kann sich mit Fahrradfahren fit halten. Für Senioren gibt es eine ganze Reihe von Rädern mit unterschiedlicher Ausstattung. Durch eine tiefe Mittelstange wird beispielsweise das Aufsteigen erleichtert. Sesselräder schonen durch eine aufrechte Sitzhaltung den Rücken, breite Reifen bieten eine höhere Stabilität. Parallel-Tandems ermöglichen Ausflüge mit demenzkranken oder sehbehinderten Menschen. Wer nicht mehr gut bei Puste ist, kann ein Rad mit Elektromotor nutzen. Für Menschen, deren Gleichgewichtssinn beeinträchtigt ist, eignen sich Dreiräder.

Den Kauf eines neuen Fahrrads müssen Menschen mit Mobilitätseinschränkung meist aus eigener Tasche finanzieren, von den Kassen gibt es in der Regel keine Unterstützung.

Info: Die Fachstelle für Barrierefreiheit des VdK Hessen-Thüringen berät zum Thema Mobilität im Alter: Telefon (0 69) 7 14 0 02-58, E-Mail barrierefreiheit.ht@vdk.de , Internet: VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit


VdK-TV: Der E-Rollator - eine schwäbische Erfindung

Kaum zu glauben: Den Rollator gibt es erst seit rund 25 Jahren! Er gehört mittlerweile ganz selbstverständlich zum Straßenbild, ist wie der Rollstuhl ein unverzichtbares Hilfsmittel geworden. Zwei junge Erfinder aus dem Schwäbischen haben nun sogar einen Rollator mit Elektromotor entwickelt.

ali

Schlagworte Hilfsmittel | Alter | Mobilität | Rollator | Barrierefreiheit | Sicherheit | Rampen | Treppenlift

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