2. November 2022
VdK-Zeitung

VdK-Mitglieder sorgten bei „Wetten, dass..?“ immer wieder für besondere Fernsehmomente

Schmatzende Kühe und 20 Maßkrüge

„Wetten, dass..?“ ist bis heute die größte TV-Show Europas. Auch wenn sie jetzt nur noch einmal im Jahr zu sehen ist, sorgen die Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren Wetten oft für Schlagzeilen. Darunter waren auch immer wieder VdK-Mitglieder, wie wir nach einem Aufruf erfahren haben. Vor der kommenden Sendung, die am 19. November um 20.15 Uhr im ZDF laufen soll, sprach die VdK-Zeitungmit einigen von ihnen. Da sich so viele gemeldet hatten, kommen leider nicht alle zu Wort.

Achim Jehle bei seiner Wette. Er füttert eine Kuh mit einem Apfel, hat die Augen verbunden.
Mit seiner Kuh-Apfel-Wette gewann Achim Jehle am 8. Dezember 2007 die Sympathien des Fernsehpublikums. | © ZDF/Carmen Sauerbrei

Eine bunte Grafik über der Stalltür macht deutlich, dass es sich hier um einen besonderen Bauernhof handelt. Achim Jehle ist darauf zu sehen. In seiner rechten Hand hält er einen Apfel, mit der linken Hand herzt er eine Kuh. „Moggi-Hof“ und „‚Wetten dass..?‘ 8. Dezember 2007“ steht darauf. Zusammen mit seiner Schwester Sonja führt Achim Jehle im Nebenerwerb diesen Hof, und seine Kühe spielen nicht nur bei ihm zu Hause die Hauptrolle, sie waren auch die Stars einer „Wetten, dass..?“-Sendung.

Wenn das VdK-Mitglied aus Sulmingen im Landkreis Biberach an der Riß von seinem Auftritt erzählt, klingt es so, als ob er immer noch nicht glauben kann, was damals alles passiert ist. Es begann mit einer privaten verlorenen Wette: Als er Äpfel aus seinem Garten an die Kühe verfütterte, sagte er zu seiner Schwester: „Die Kühe schmatzen ja alle anders.“ Darauf meinte Sonja: „Das wäre doch was für ‚Wetten, dass..?‘“ Die würden das bestimmt annehmen.

Achim wettete dagegen und verlor. Denn bereits wenige Tage, nachdem er an „Wetten, dass..?“ geschrieben hatte, rief die Redaktion an. Schon in der kommenden Sendung in Bremen sollte er auftreten. Doch er sagte, das gehe nicht. Seine Kühe würde er nicht so weit fahren. Daraufhin dachte er, es habe sich erledigt. Doch kurz danach rief der für die Außenwetten zuständige ZDF-Mitarbeiter an und schlug ihm vor, die Aufnahme bei ihm im Stall zu machen. Nun war er in der Pflicht. Zusammen mit seiner Schwester fingen sie an zu üben. Jetzt erst merkte er, wie schwer die Aufgabe ist. Unter anderem testeten sie verschiedene Apfel­sorten und stellten fest, dass Braeburn am besten geeignet war.

Rekord-Wettkönig

Als das ZDF mit mehreren Lastwagen in der Woche vor der Show zu ihm nach Hause kam, stieg die Aufregung enorm an. Eine Straße musste extra gesperrt werden. Da wurde ihm das Ausmaß einer Live-Show erst richtig bewusst. Aus vier Kühen, die der Bürgermeister aussuchte, musste er drei erkennen. Bei der Generalprobe ging vieles schief. Doch in der Live-Sendung klappte alles. Achim Jehle erkannte gleich die ersten drei Rinder, und mit „Moggi, Moggi, Moggi“, einem selbst kreierten Kosewort, beruhigte er nicht nur die Kühe, sondern begeisterte auch das Millionenpublikum.

Mit 89 Prozent der Stimmen wurde er Wettkönig – bis heute die höchste Zustimmung. Am Montag nach der Show berichteten lokale und bundesweite Zeitungen über ihn, es folgten Auftritte in TV-Talkshows, bei Veranstaltungen, und er spielte sogar in einem Werbespot mit. Achim Jehle denkt gerne da­ran zurück. In seinem Wohnzimmerregal stehen auch ein paar Erinnerungen, wie die Brille, die er bei der Wette trug. „Es ist alles positiv verlaufen“, sagt er.

Reinhold Schwarzmüller, VdK-Mitglied aus dem niederbayerischen Metten bei Deggendorf, trat am 17. Februar 2001 mit fünf Freunden in Göttingen auf. Ein Kumpel hatte gewettet, mit Schuhen Korken aus Weinflaschen zu schlagen. Bis zur letzten Flasche klappte alles. Doch dann wollte der Korken nicht mehr rechtzeitig raus. Auch wenn die Wette verloren ging, sagt der heute 75-Jährige: „Es war ein sehr schöner Abend.“ Gerade auch Prominente wie Günther Jauch und Michael Schumacher zu treffen, sei ein tolles Erlebnis gewesen.

Reinhold Schwarzmüller und seine Wettpartner im Studio von "Wetten, dass ..." bei ihrer Wette.
Eine Gruppe um VdK-Mitglied Reinhold Schwarzmüller entkorkte Weinflaschen mit Schuhen. | © ZDF/Carmen Sauerbrei

Umarmt von Liz Hurley

Johann Brenner aus Pfaffenhofen an der Ilm sorgte am 16. Oktober 1999 mit einer artistischen Meisterleistung für Begeisterung, sogar bei den prominenten Gästen auf der Couch von Thomas Gottschalk. Er kletterte eine frei stehende Leiter hoch, um in 5,25 Metern Höhe einen Apfel zu pflücken. Damit er nicht umkippte, stolzierte er gewissermaßen mit der Leiter in der Halle so lange hin und her, bis er den Apfel erreichte und hinein­biss.

Johann Brenner klettert bei "Wetten, dass ..." eine Leiter hoch, die völlig frei steht..
Johann Brenner kletterte auf einer frei stehenden Leiter zu einem Apfel in 5,25 Metern Höhe. | © ZDF/Carmen Sauerbrei

Die Idee hatte der damals 31-Jährige beim Apfelpflücken. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem erfolgreichen Auftritt bei „Wetten, dass..?“ schwelgt das VdK-Mitglied gerne in Erinnerungen. Die Tage rund um die Show seien einmalig gewesen. Nicht nur, weil ihn Liz Hurley, Model und Schauspielerin, vor Begeisterung hinter den Kulissen herzlich umarmte, während deren damaliger Freund, Schauspieler Hugh Grant, schüchtern danebenstand.

Das Ehepaar Heidrun und Manfred Kämpf aus Kitzingen ist jahrelang zu „Wetten, dass..?“-Sendungen gereist und hat auch regelmäßig im selben Hotel wie Thomas Gottschalk übernachtet. Die Atmosphäre, das ganze Drumherum habe sie fasziniert. „Unglaublich, was wir da alles erlebt haben“, sagt Manfred Kämpf. Wetten hat das VdK-Mitglied zwar nicht eingereicht. Aber zweimal war er bei Wetten dabei: Einmal hat der Kandidat ihm und vier anderen die Beine so an einem Pfahl verknotet, dass er sich nicht mehr selber befreien konnte, und einmal stand er auf einem Feuerwehrschlauch, durch den ein Luftballon aufgepustet wurde.

Michael Schreiner, VdK-Mitglied aus dem saarländischen Beckingen, war gleich zweimal mit spektakulären Autowetten in der ZDF-Show bei Thomas Gottschalk. Am 3. November 1990 in Linz schaffte er es, zusammen mit einem Freund, von einem voll gedeckten Tisch mit einem Auto die Tischdecke herunterzuziehen, ohne dass das Geschirr auf den Boden fällt. Diese Wette klappte, und sie wurden bei der Abstimmung nur knapp hinter dem Wettkönig Zweiter.

Bei ihrem zweiten Auftritt ging bis zuletzt leider technisch und organisatorisch so viel schief, dass sie in der Show schließlich aufgeben mussten. Aber bei ihren ersten Proben vor ZDF-Mitarbeitern hatten sie mit einem Auto erfolgreich einen Barfußläufer (Wasserski ohne Brett) so schnell über einen See gezogen, dass sie es mit einem Motorboot, das einen Wasserskiläufer zieht, aufnehmen wollten. Die Erfahrung, so etwas vor Millionen Zuschauern live vorzuführen, sei ein „sehr prägenden Erlebnis“ gewesen, sagt Schreiner.

Rosemarie Schedlbauer überzeugte TV-Publikum und Prominente ebenfalls. Dabei hat sie sich gar nicht selbst beim ZDF gemeldet, sondern eine Mitarbeiterin des Senders rief die Münchnerin an. Sie habe gehört, dass sie bis zu 20 Maßkrüge auf einmal tragen kann, sagte sie. Es gebe nämlich einen Kandidaten, der behauptet, besser zu sein als jede Oktoberfest-Bedienung, und ob sie sich vorstellen könne, gegen ihn in der Show anzutreten. Sie verabredeten sich in München und machten eine Probe. Nachdem sie diese erfolgreich absolvierte, wurde sie in die Live-Sendung am 13. Dezember in Hagen in Westfalen eingeladen.

Rosemarie Schedlbauer im Dirndl, sie trägt eine große Anzahl an Maßkrügen mit Bier.
Rosemarie Schedlbauer war bei "Wetten, dass ...?" in Hagen nicht zu schlagen. | © ZDF / Renate Schäfer

Das VdK-Mitglied, das mittlerweile 79 Jahre alt ist, war bereits vor der Sendung immer wieder in der Zeitung. So gab es einmal einen Bericht über eine Bedienung, die zwöf Maßkrüge tragen kann. Ihr damaliger Chef meinte zu Rosemarie Schedlbauer: „Du schaffst doch mehr!“ Und so brachte er sie in die Zeitung.

Von 1959 bis 1984 hatte sie ­nebenberuflich in einem großen Bierzelt auf dem Oktoberfest serviert. Bis zu 20 Maß konnte sie am Ende gleichzeitig tragen. Für „Wetten, dass..?“ ließ sie sich noch einmal zu einem Wettbewerb überreden. Abwechselnd mussten sie und der Wettkandidat immer mehr Bierkrüge tragen. Während sie jede Runde meisterte, scheiterte der Herausforderer bei 17 Krügen.

Fotos und Berichte von damals hat sie in einem Ordner gesammelt. Darunter sind auch Bilder mit Frank Elstner, der alle Mitwirkenden aus den Sendungen eines Jahres zu einem Treffen einlud. Sie hat den Moderator als „sehr einfühlsam und nett“ in Erinnerung. Rosemarie Schedlbauer wiederum begeisterte ihn mit ihrer Schlagfertigkeit. So sagte sie zu Elstner, als es um das Tragen der vielen Maßkrüge ging: „Zu meiner Glanzzeit durften Sie sich noch oben draufsetzen.“

Sebastian Heise

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