16. März 2018
Statements

Regierung darf Armut und soziale Spaltung nicht länger ignorieren

In einer Umfrage des ZDF-"Politbarometer" gaben 70 Prozent der Befragten an, dass das Thema Armut für sie ein "sehr großes" oder "großes" Problem darstellt. Diese Umfrageergebnisse kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, folgendermaßen:

"Die Umfrageergebnisse sind ein deutlicher Handlungsauftrag an die neue Bundesregierung. Sie darf die steigende Armut und die soziale Spaltung nicht länger ignorieren. Konkrete Vorschläge zur Bekämpfung von Armut liegen bereits seit langem auf dem Tisch. Um einen echten Beitrag für die dringend notwendige Bekämpfung der Armut in Deutschland zu leisten, müssen aus Sicht des VdK folgende sozialpolitische Forderungen unbedingt umgesetzt werden:

  • Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden.
  • Der Mindestlohn muss auf mindestens 12 Euro angehoben werden, damit nach langjähriger Beitragszahlung eine Rente über dem Grundsicherungsniveau gewährleistet ist.
  • Die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent bei Erwerbsminderung müssen bei Neu- und Bestandsrenten entfallen.
    Für Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, wie der Mütterrente, muss es einen Freibetrag von 200 Euro in der Grundsicherung geben.
  • Die Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen müssen verbessert werden.
  • Die Regelsätze in der Grundsicherung müssen gerade bei Kindern, älteren und erwerbsgeminderten Menschen anhand der tatsächlichen Bedarfe neu berechnet und erhöht werden.
  • Die Mittel für den sozialen Wohnungsbau müssen deutlich erhöht und Mieten wieder bezahlbar werden."

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

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