18. Januar 2018
Statements

VdK: Rentenkasse für nachhaltige Reformen nutzen

Laut aktuellen Zahlen des Bundesversicherungsamtes ist die Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung besser als angenommen.

Ulrike Mascher | © Heidi Scherm

Demnach betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage Ende Dezember 33,424 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hatte Anfang 2017 noch damit gerechnet, dass die Rücklage auf rund 30,6 Milliarden Euro schrumpfen würde. Tatsächlich sei die Rücklage trotz der Milliarden-Mehrausgaben für die Mütterrente und die Rente mit 63 sogar im Vergleich zum Vorjahresergebnis gestiegen. Ende 2016 hatte sie bei 32,378 Milliarden Euro gelegen.

Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kommentiert dies wie folgt:

„Die gut gefüllte Rentenkasse sollte für nachhaltige Reformen genutzt werden. Das Argument des knappen Geldes kann also nicht gelten, wenn es etwa um das Rentenniveau oder um Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente geht. Die geplante Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent kann nur ein erster Schritt sein, mittelfristig muss es wieder auf 50 Prozent erhöht werden. Und um der erheblichen Armutsgefährdung von Erwerbsminderungsrentnern entgegenzuwirken, müssen endlich die systemwidrigen Rentenabschläge von 10,8 Prozent gestrichen und die Bestandsrentner mit einbezogen werden bei den Verbesserungen.

Von anderen Ausgaben wiederum muss die Rentenkasse entlastet werden: Die Mütterrente muss aus Steuermitteln finanziert werden. Kindererziehung ist eine wichtige gesamtgesellschaftliche Leistung.

Aus Sicht des VdK ist es völlig unverständlich, dass es nach aktuellen Plänen von Union und SPD das dritte Jahr bei der Mütterrente nur für Frauen geben soll, die mindestens drei Kinder vor 1992 geboren haben. Damit wird eine neue Ungerechtigkeit geschaffen.“

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Altersrente | Erwerbsminderung | Erwerbsminderungsrente | Rentenversicherung | Mütterrente

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