8. November 2018
STATEMENT

VdK fordert nachhaltiges & gerechtes Finanzierungskonzept für Pflege

Heute berät der Bundestag erstmalig den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines „Fünften Gesetzes zur Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch“. Der Gesetzentwurf legt fest, dass der Beitrag zur Pflegeversicherung um einen halben Prozentpunkt steigen soll. Dazu der Kommentar von Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland:

„Eine Anhebung des Beitragssatzes in der sozialen Pflegeversicherung ist grundsätzlich nachvollziehbar. Aber: Verbesserungen in der Pflege dürfen nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen und ihren Familien gehen. Vorrangig brauchen wir daher ein nachhaltiges und gerechtes Finanzierungskonzept für die Pflege.

Pflegedürftigkeit ist zunehmend ein Armutsrisiko geworden. Der VdK fordert deshalb, dass Pflege für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wieder bezahlbar wird. Dazu gehört, dass gesamtgesellschaftliche Aufgaben von der Allgemeinheit über Steuern finanziert werden. Zum Beispiel müssen die Leistungen für pflegende Angehörige oder die Investitionskosten bei stationärer Pflege aus Steuermitteln finanziert werden.

Darüber hinaus fordert der VdK, die private Pflegeversicherung als Pflegevollversicherung abzuschaffen und dazu in einem ersten Schritt einen Solidarausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung zu etablieren. Diese würde so um zwei Milliarden Euro entlastet. Der VdK fordert zudem, dass die finanziellen Leistungen aus der Pflegeversicherung dynamisiert und an die jährliche Preisentwicklung und an die Lohnkosten angepasst werden.

Man darf nicht vergessen, dass jede Beitragssatzerhöhung in der Pflege voll zu Lasten der Rentnerinnen und Rentner geht und diese nicht durch eine Beitragssatzsenkung in der Arbeitslosenversicherung kompensiert wird. Daher müssen Beitragssatzerhöhungen begrenzt werden.“

Themenverwandte Beiträge:

STATEMENT
Verena Bentele spricht in ein Mikrofon. Hinter ihr an der Wand ist groß das blaue VdK-Logo angebracht.
08.11.2018 - Der Barmer-Pflegereport zeigt, wie belastet pflegende Angehörige sind. Das muss sich ändern, findet der VdK, und fordert Reformen. | weiter
08.11.2018 | verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401
STATEMENT
VdK-Präsidentin Verena Bentele steht am Rednerpult, hinter ihr ein großes Banner mit dem VdK-Motto "Soziale Spaltung stoppen!"
27.09.2018 - Die Bundesregierung will mehr Stellen in der Pflege schaffen. Das ist ein erster Schritt, aber er reicht nicht. In der Pflege braucht es mehr Reformen. | weiter
27.09.2018 | verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Altenpflege | Beitragssatz | Pflegeversicherung | Rentner | Armut

Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de

Mitgliedschaft
Eine Gruppe von Menschen - Männer und Frauen, Jung und Alt, mit und ohne Behinderung - bildet Arm in Arm eine Kette.
Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im VdK - dem mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands. | weiter