12. Oktober 2018
STATEMENT

VdK: Brauchen langfristige und zukunftsfeste Rentenfinanzierung!

Der Bundesrechnungshof hat die Rentenpolitik der Bundesregierung kritisiert. Die Staatskassen seien trotz großer Steuereinnahmen nicht zukunftsfest gemacht. Bis 2025, also nur für die kommenden sieben Jahre, stehe die Finanzierung der gesetzlichen Rente noch. Das kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Der Sozialverband VdK sieht sich in seiner Forderung nach einer langfristigen und zukunftsfesten Finanzierung der gesetzlichen Rente durch die Analyse des Rechnungshofs bestätigt.

Es ist von großer Bedeutung, dass das Rentenniveau dauerhaft auf 50 Prozent festgeschrieben wird und dass auch die zukünftigen Generationen auf die gesetzliche Rente vertrauen können. Leistungen wie die Mütterrente müssen aus Steuermitteln bezahlt werden. Auch braucht es einen Ausbau des steuerfinanzierten Demografiefonds, um die finanzielle Ausnahmesituation auszugleichen, wenn die Baby-Boomer in Rente gehen.

Zudem fordert der VdK einen höheren Rentenversicherungsbeitrag der Arbeitgeber im Vergleich zu den Arbeitnehmern, um Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente zu finanzieren. Letztendlich braucht es generell mehr Beitragszahler.

Deshalb gilt es, die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung auszubauen, in die alle Erwerbstätigen verpflichtend einzahlen: Also auch Selbstständige, Politiker und Beamte. Dies führt zu zusätzlichen Einnahmen und schafft mehr soziale Gerechtigkeit.

Den Vorschlag, die Regelaltersgrenze weiter zu erhöhen, lehnt der VdK kategorisch ab, da schon jetzt nur eine Minderheit diese Grenze überhaupt erreicht. Dies ist ein absolutes Tabu, da die Maßnahme ein reines Rentenkürzungsprogramm darstellt. Die Arbeitnehmer müssten bei gleichem Renteneintritt höhere Abschläge in Kauf nehmen. Vor allem Arbeitnehmer, die schwer körperlich arbeiten oder psychisch anstrengende Tätigkeiten ausüben, wären die Leittragenden.

Deshalb gilt es aus Sicht des Verbands, zunächst die Arbeitsbedingungen zu verbessern und mehr altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen, damit die Menschen in Zukunft überhaupt bis 67 arbeiten können.“

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verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Rentenpolitik | Rentenniveau | Erwerbstätigenversicherung | Mütterrente

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