Sozialverband VdK Deutschland e.V.
22. September 2022
PRESSEMITTEILUNG

VdK-Präsidentin: „Hohe Gaspreise führen viele Menschen über kurz oder lang in die Privatinsolvenz“

  • VdK fordert Härtefallfonds in allen Bundesländern
  • Haushalte brauchen als Basisverbrauch ein Kontingent an bezahlbarem Gas

In der Debatte um die sozialen Folgen der steigenden Energiepreise fühlen sich mehr und mehr Menschen alleine gelassen. Dazu erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Immer mehr Menschen können ihre hohen Gasabschläge und Energierechnungen nicht mehr zahlen. Wenn eine vierköpfige Familie plötzlich zusätzlich 1000 Euro im Monat für Gas aufbringen soll, reicht ein mittleres Einkommen nicht mehr aus. Auch die Energiepreispauschale von 300 Euro ist dann schnell verpufft. Familien wie diese bleiben oft komplett auf ihren Kosten sitzen, weil sie in der Regel keinen Anspruch auf Grundsicherung oder Wohngeld haben. Vielen Betroffenen droht dann über kurz oder lang eine Privatinsolvenz.

Ich fordere die Politik auf, in jedem Bundesland schnell einen Härtefallfonds einzurichten. Hier sind die Landesregierungen in der Pflicht. Damit können sie die Menschen unterstützen, denen der Verlust ihrer Wohnung droht oder denen die Energieversorger Strom und Gas abdrehen, weil sie die Rechnungen nicht bezahlen können. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass es für jeden Haushalt ein Kontingent an bezahlbaren Gas gibt, so wie sie es für den Strom im dritten Entlastungspaket angekündigt hat. Mit konkreten und wirksamen Maßnahmen muss die Ampelkoalition die Menschen unterstützen, damit sie nicht ihr Dach über dem Kopf verlieren und dass sie nicht frieren.“

Pressekontakt: Julia Frediani, Mobil: 0151 26163180, presse@vdk.de


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