Sozialverband VdK Deutschland e.V.
29. Juli 2022
PRESSEMITTEILUNG

VdK-Präsidentin: „Gas-Mehrkosten stürzen ärmere Haushalte in den Ruin“

  • Durch geplante Gas-Umlage würde Familien mit bis zu 1000 Euro mehr im Jahr belastet
  • Bentele: „Wohngeld muss dringend Heizkostenpauschale enthalten“

Private Gaskunden müssen ab 1. Oktober mit zusätzlichen Kosten rechnen. Dann können Gasimporteure über eine Umlage gestiegene Preise an Verbraucher weitergeben. Bis zu 1000 Euro und mehr könnten so auf eine Familie an Zusatzkosten jährlich zukommen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu: „Mehrkosten in Höhe von mehreren Hundert Euro für Gas stürzen ärmere Privathaushalte in den Ruin. Viele Menschen mit kleinen Einkommen oder ärmere Rentnerinnen und Rentner wissen schon jetzt nicht, wovon sie ihre Einkäufe bezahlen sollen. Deshalb muss das Wohngeld dringend eine Heizkostenpauschale enthalten. Sie muss die real entstehenden Energiekosten komplett berücksichtigen und jährlich angepasst werden.

Wir brauchen ein Kündigungsmoratorium. Wenn es kälter wird, darf niemand vom Vermieter auf die Straße gesetzt werden, weil er seine Heizkosten nicht mehr bezahlen kann.

Ältere Menschen, die kleine, schlecht isolierte und alte Häusern haben, müssen zudem die Möglichkeit erhalten, Zuschüsse und Fördergelder abzurufen, um die Häuser energetisch zu sanieren.

Jetzt wird es allerhöchste Zeit, dass auch Rentnerinnen und Rentner die Energiepreispauschale von 300 Euro erhalten, die ihnen bislang verwehrt wird.“

Presse-Kontakt - Julia Frediani, Mobil: 0175 6604730, presse@vdk.de


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