19. Juli 2021
PRESSEMITTEILUNG

Bartsch sieht Nachbesserungsbedarf bei der Mindestrente der Linken

  • Wer 40 oder 45 Jahre gearbeitet habe, müsse mehr als die Mindestrente bekommen
  • Im Podcast mit VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisierte der Spitzenkandidat der Linken die Kommerzialisierung des Gesundheitssystems
Verena Bentele und Dietmar Bartsch stehen nebeneinander, unterhalten sich
Trafen sich zum Gespräch: VdK-Präsidentin Verena Bentele und Linke-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch | © Peter Himsel

Der Spitzenkandidat der Linken, Dietmar Bartsch, sieht Nachbesserungsbedarf bei der von seiner Partei geplanten solidarischen Mindestrente. „Es kann nicht sein, dass es egal ist, wie lange jemand gearbeitet hat. Wer 45 oder 40 Jahre im Bereich des Niedriglohns Rentenansprüche erworben hat, muss mehr bekommen als jemand mit einer Basisrente: Das ist eine Herausforderung, der sich auch die Linke noch stellen muss“, sagte Bartsch im Gespräch mit VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Er forderte zudem den kompletten Umbau des Rentensystems in der nächsten Legislaturperiode, mit der gesetzlichen Rente als „tragender Säule“ und „einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle Beamten, Selbstständige, Abgeordnete, aber auch Minister einzahlen“: „Ein Minister, der vier Jahre im Amt war, bekommt eine Rente von viereinhalb Tausend Euro. Da muss eine Pflegekraft 107 Jahre für arbeiten. Da haben wir eine völlige Schieflage”, kritisierte Bartsch. Die Finanzierung sei auch dadurch zu sichern, dass „die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird“ und „die Beiträge moderat ansteigen“.

Der Spitzenkandidat der Linken war zu Gast in einer Sonderausgabe des Podcasts der VdK-Präsidentin „In guter Gesellschaft – Bentele hakt nach.“ Der VdK veröffentlichte den Podcast als Video und Audio am Montag den 19. Juli.

Auch die gesetzliche Krankenversicherung werde „in riesige Finanzierungsnöte kommen“, sagte Bartsch weiter und plädierte dafür, die private in die gesetzliche Krankenversicherung zu überführen: „Dann werden die Beiträge sinken, weil alle einzahlen müssten“. Er selbst sei aus „ideologischen Gründen“ und „tiefer Überzeugung“ gesetzlich krankenversichert. Er kritisierte die Kommerzialisierung des Gesundheitssystems in den letzten Jahren. Die Linke wolle, dass „Krankheiten nach dem Symptom behandelt werden und nicht nach dem Geldbeutel oder nach der Versicherungskarte“. Seiner Meinung nach sei auch „die Zahl der Krankenkassen viel zu hoch“. Hier gebe es ein „erhebliches Einsparungspotential“, sagte Bartsch.

Pressekontakt: Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26163180, presse@vdk.de


Das Gespräch im Video:

Bentele hakt nach ... bei Dietmar Bartsch, Spitzenkandidat Die Linke

VdK-Präsidentin Verena Bentele im Gespräch mit Dietmar Bartsch, Spitzenkandidat Die Linke. Wir haben nachgehakt: Wie sehen die sozialpolitischen Pläne von Die Linke aus? Wer zahlt die Kosten der Corona-Pandemie?

Zum Podcast:

PODCAST
Das Bild zeigt Dietmar Bartsch
Corona hat die soziale Spaltung vertieft – das ist gefährlicher Zündstoff. Die VdK-Sonderreihe zur Bundestagswahl stellt die Spitzenkandidaten und Kandidatinnen der Parteien auf den Prüfstand. In dieser Folge möchte VdK-Präsidentin mehr über die sozialpolitischen Visionen von Dietmar Bartsch erfahren. Wir fordern: „Sozialer Aufschwung JETZT!“ | weiter
19.07.2021

Mehr zur VdK-Kampagne "Sozialer Aufschwung JETZT!": www.vdk.de/btw21

Schlagworte Dietmar Bartsch | Bundestagswahl | Sozialer Aufschwung JETZT | Sozialpolitik | Linke | Mindestrente

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