12. Juli 2021
PRESSEMITTEILUNG

Baerbock will Selbstständige und Politiker unverzüglich in die gesetzliche Rente einbeziehen

  • Arbeitgeber will sie bei Rentenbeiträgen für Geringverdiener stärker zur Kasse bitten
  • Im Gespräch mit VdK-Präsidentin Verena Bentele plädiert die Spitzenkandidatin der Grünen für eine Kindergrundsicherung, die automatisch an alle Familien ausgezahlt wird
Verena Bentele und Annalena Baerbock sitzen sich gegenüber und unterhalten sich, im Hintergrund sieht man ein VdK-Banner mit der Aufschrift
"Kinder aus dem Hartz-IV-System herausholen": Im Gespräch mit VdK-Präsidentin Verena Bentele sprach sich Annalena Baerbock für eine Kindergrundsicherung aus. | © Peter Himsel

Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, will so schnell wie möglich Selbstständige und Abgeordnete in die gesetzliche Rente mit einbeziehen. „Wir haben gesehen, dass gerade Solo-Selbstständige, die bisher nicht in allen Bereichen sozial abgesichert sind, auch in die gesetzlichen Rentenkassen mit reinkommen können müssen“, sagte Baerbock im Gespräch mit VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Die Grünen kämpften zudem seit langem dafür, dass auch Politikerinnen und Politiker gesetzlich rentenversichert werden. Das langfristige Ziel sei es, auch die Beamten miteinzubeziehen, doch da müsse man „den Übergang schrittweise organisieren.“ Deswegen solle „mit den Selbstständigen und den Abgeordneten“ gestartet werden. „Das könnten wir unverzüglich in der nächsten Legislatur tun“, kündigte Baerbock an.

Die Spitzenkandidatin der Grünen war zu Gast in einer Sonderausgabe des Podcasts der VdK-Präsidentin „In guter Gesellschaft – Bentele hakt nach.“ Der VdK veröffentlichte den Podcast als Video und Audio, am Montag. VdK-Präsidentin Verena Bentele freute sich nach dem Gespräch über die Pläne zum Umbau der Rentenversicherung. Sie sagte: "Es freut mich und die VdK-Mitglieder sehr, dass wir ein so klares Bekenntnis für die Einbeziehung von deutlich mehr Erwerbstätigen in die Rentenversicherung gehört haben. Ich würde mir jedoch wünschen, dass die Einbeziehung auch der Beamtinnen und Beamten mutig vorangetrieben wird."

Altersarmut sei eine der größten Herausforderungen, betonte Baerbock in dem Gespräch weiter. Deshalb sei ein Mindestlohn von zwölf Euro so wichtig, um diese zu bekämpfen. Sie plädierte dafür, dass Arbeitgeber für Beschäftigte mit geringen Löhnen künftig die Sozialversicherungsbeiträge aufstocken. „Arbeitgeber, die unter 15 Euro zahlen, sollten bei der Einzahlung in die Sozialversicherung gerade auch mit Blick auf die Rentenversicherung von eigentlich 15 Euro ausgehen.“ Es sei ein Anreiz für Menschen, wenn sie für das, was sie tagtäglich in Pflegeheimen und Kitas leisten, auch entsprechend bezahlt werden.

Um Kinderarmut zu bekämpfen, sprach sich Baerbock für die Einführung einer Kindergrundsicherung aus. Es sei wichtig, „Kinder aus dem Hartz-IV-System herauszuholen“. „Das ist ein System, das für Erwachsene gebaut wurde. Aber die größte Altersgruppe, die da drin ist, sind Kinder. Und das kann so nicht weitergehen. Deswegen ist unser Vorschlag eine Kindergrundsicherung, die dafür sorgt, dass Kinder wirklich eigenständig abgesichert sind.“ Baerbock will die Kindergrundsicherung „automatisch für alle Familien auszahlen und vor allen Dingen den Kindern, deren Eltern nicht so viel Geld haben, deutlich mehr geben“.

Pressekontakt: Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26163180, presse@vdk.de


Bentele hakt nach ... bei Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock

VdK-Präsidentin Verena Bentele im Gespräch mit Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Wie sehen die sozialpolitischen Pläne der Grünen aus? Wer zahlt die Kosten der Corona-Pandemie?

Schlagworte Kindergrundsicherung | Altersarmut | Die Grünen | Bundestagswahl | Annalena Baerbock | Rentenversicherung

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