Sozialverband VdK Deutschland e.V.
25. März 2021
PRESSEMITTEILUNG

Lebensversicherungen: VdK lehnt Senkung des Garantiezinses ab

  • Bundesregierung plant deutliche Reduzierung
  • Bentele: „Riester ist gescheitert“
Ein Glas von oben mit Euro-Münzen
© pixabay

Der Sozialverband VdK nimmt Stellung zu den Plänen der Bundesregierung, den Garantiezins auf Lebensversicherungen zu reduzieren. Verena Bentele, Präsidentin des VdK: „Der VdK lehnt die geplante Senkung des Garantiezinses auf Lebensversicherungen ab. Auch Forderungen nach der Senkung der Garantie bei Riester-Produkten lehnt der VdK vehement ab.“

Ein Verordnungsentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht vor, dass Lebensversicherer ihren Kunden vom 1. Januar 2022 an bei Neuverträgen höchstens eine jährliche Verzinsung von 0,25 Prozent über die gesamte Laufzeit der Verträge versprechen dürfen. Derzeit liegt der Garantiezins bei 0,9 Prozent. Bei einer Senkung würde der Riester-Rente das Aus drohen, weil die Lebensversicherungen ihre Garantiebeiträge nicht mehr kostendeckend leisten könnten.

Verena Bentele: „Riester ist gescheitert. Unabhängig davon brauchen die Bürger Sicherheit. Sie brauchen die Garantie bei der Riester-Rente, dass ihre bereits gezahlten Beiträge zu 100 Prozent im Alter auch ausgezahlt werden. Ansonsten sinkt das Vertrauen der Bürger in Riester-Produkte weiter.“

Generell fordert der VdK eine Abkehr von Riester. Bentele: „Riester ist am Ende. Wer zusätzlich Geld hat und dieses für die zusätzliche Altersvorsorge verwenden will, muss mehr Möglichkeiten haben, diese in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen. Zudem fordert der VdK das Rentenniveau auf mindestens 50 Prozent zu erhöhen. Bereits existierende Riester-Produkte müssen selbstverständlich weiterhin fortgeführt und vom Staat gefördert werden. Es braucht einen Bestandsschutz.“

Pressekontakt: 030/92 10 580-400