Sozialverband VdK Deutschland e.V.
5. November 2020
PRESSE-STATEMENT

Familie: Hilfen für Eltern ausweiten

  • VdK fordert bessere Hygienekonzepte für Schulen
  • Bentele: „Die Koalition muss nachlegen.“
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Der Bundestag berät am Freitag, den 6. November, in erster Lesung den Entwurf des „Dritten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. Dieser sieht unter anderem vor, dass der Entschädigungsanspruch von Eltern verlängert und ausgeweitet wird. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, sagt dazu:

„Der VdK begrüßt die Verlängerung des Entschädigungsanspruchs bis Ende März 2021. Auch befürworten wir, dass Eltern einen Anspruch auf Entschädigung erhalten, wenn ihr Kind in Quarantäne ist und die Eltern hierdurch einen Verdienstausfall haben. Als VdK haben wir allerdings schon vor Monaten die zu geringe Höhe der Leistung, die zeitliche Befristung auf zehn Wochen pro Elternteil und die hohen bürokratischen Voraussetzungen kritisiert. Hier muss die Koalition noch deutlich nachlegen.“

Auch müsse die Situation von Eltern mit chronisch kranken Kindern berücksichtigt werden. Die Corona-Pandemie stellt für diese Eltern eine besondere Herausforderung dar. Sie müssen nicht nur Familie und Beruf unter einen Hut bekommen, sondern darüber hinaus insbesondere die Gesundheit ihrer Kinder im Blick behalten. Die meisten Schulen laufen im Regelbetrieb. Besondere Schutzkonzepte für Kinder mit chronischen Erkrankungen fehlen oft. Bentele dazu:

„Manche dieser Eltern fragen sich zu Recht, ob sie ihre Kinder überhaupt in die Schule geben können. Denn die Erkrankung am Corona-Virus kann für ihre Kinder eine lebensbedrohliche Gefahr darstellen. Für diese Eltern brauchen wir eine passende finanzielle Hilfe, damit sie ihre Kinder bei Bedarf zuhause betreuen können. Zusätzlich muss um jeden Preis vermieden werden, dass Kinder sich in der Schule gegenseitig anstecken. Besonders Kinder mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sind zu schützen. Hierfür bedarf es geeigneter und diskriminierungsfreier Hygiene-Konzepte.“

Pressekontakt: Ino Kohlmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401