Corona-Krise: Eltern nicht alleine lassen

  • Entschädigungsanspruch erhöhen und entfristen
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Verena Bentele: „Wo bleibt der Rettungsschirm für die Eltern?“

Geschäfte öffnen wieder und Unternehmen starten die Produktion. Viele Eltern könnten jetzt raus aus Kurzarbeit, Stundenreduzierung oder unbezahltem Urlaub. Doch die Hoffnung auf mehr Geld und ein Stück Normalität wird für sie zunichte gemacht, weil die Betreuung für viele Kinder und Jugendliche fehlt. Kitas und Schulen sind mit wenigen Ausnahmen seit Wochen geschlossen. Schnell ändern wird sich das nicht. Auch Alternativen gibt es wegen der Kontaktbeschränkungen so gut wie keine. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu:

„Eltern, und gerade Alleinerziehende, fühlen sich allein gelassen: mit ihren finanziellen Nöten, mit der Betreuung ihrer Kinder, mit der Angst um den Arbeitsplatz. Sie warten schon viel zu lange auf eine finanzielle und zeitliche Hilfe, die passt. Wenn die meisten Kinder und Jugendlichen nicht wieder in die Kita oder in die Schule gehen können, fragen wir uns, wo der Rettungsschirm für die Eltern bleibt. Der Entschädigungsanspruch ist prinzipiell sinnvoll. Doch er ist befristet und läuft in ein paar Wochen aus. Außerdem machen es all die Voraussetzungen den Eltern nur unnötig schwer. Hier muss ganz dringend nachgebessert werden.“

Der VdK fordert deshalb:

Der Entschädigungsanspruch für Eltern muss entfristet und verbessert werden: Dazu muss er von 67 Prozent auf 80 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens erhöht werden. Er muss – mit Ausnahme von Hort-Schließzeiten – auch während der Kita- und Schulferien gelten. Der Nachweis durch Eltern, dass es keine andere „zumutbare Betreuungsmöglichkeit“ gibt, muss entfallen. Eltern müssen vom Kündigungsschutz profitieren, wenn sie diese Entschädigungsleistung erhalten. Es darf nicht sein, dass sie ihren Arbeitsplatz aufgrund der Kinderbetreuung verlieren. Eltern müssen einen Anspruch auf Teilzeit-Arbeit mit einem Rückkehr-Recht in die vorherige Arbeitszeit erhalten. Dadurch können sich beide Elternteile die Kinderbetreuung gleichmäßiger aufteilen.

Kitas und Schulen müssen öffnen. Hierfür sind kreative Konzepte wie zum Beispiel eine Betreuung in Kleingruppen im Schichtsystem gefragt.

Corona-Krise: Eltern nicht alleine lassen

Die VdK-Präsidentin Verena Bentele fragt sich: "Wo bleibt der Rettungsschirm für die Eltern?“

Pressekontakt: Ino Kohlmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Corona | Eltern | Rettungsschirm

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